Mag sein, dass Dürrenmatts Klassiker schon oft den Schulbuchtod erlitten hat. „Es ist ein tolles Stück, eine wunderbare Parabel. Und inzwischen ist bei der Inszenierung wieder eine gewisse künstlerische Freiheit erlaubt“, nennt Dramaturg Oliver Held gute Gründe, sich den 1956 uraufgeführten Evergreen neu vorzunehmen.
Nie war der Ardenner Wald so anmutig wild und ungezähmt, nie war das höfische Ränkespiel so reduziert. Der Jugendclub der Wuppertaler Bühnen hat sich in diesem Jahr William Shakespeares „Wie es Euch gefällt“ ausgesucht und im Kleinen Theater auf die Bühne gestemmt.
Mit seinem „Fliegenden Holländer“ entfesselte er Stürme der Begeisterung: Jakob Peters-Messer. Jetzt inszeniert der Regisseur „Don Quichotte“ von Jules Massenet. Der in Deutschland unterschätzte französische Komponist bewährt sich mit diesem Spätwerk als Musikdramatiker von Rang.
Manchmal wird die Funktionalität eines Behelfs zur Chance. Selten hat man das Kleine Theater in Wuppertal so groß gesehen und wurde es so weitläufig bespielt wie in Regisseur Tilo Nests Inszenierung von Henrik Ibsens „Nora oder Ein Puppenheim“.
Mit Auftragsarbeiten zu Inszenierungen wie„Die Odyssee“, „Eleni“, „Steinsuppe“, „Das Goldene Vlies“, „Das Ministerium“ oder „Der Blitz“hat sich das Wuppertaler Schauspiel bereits in der Vergangenheit hervorgetan. Mit neuer Dramatik ebenso.
Wolfgang Fortners „Bluthochzeit“ ist eine lyrische Tragödie in zwei Akten nach einem Theaterstück von Federico Garcia Lorca. Seit ihrer Uraufführung 1957 in Köln wird das immer noch oft als Schauspielmusik diffamierte Musikwerk selten gespielt.
Den meisten Zuschauern ist Tilo Nest als Schauspieler bekannt. In Wuppertal gab er in der vergangenen Spielzeit mit Alan Ayckbournes „Schöne Bescherungen“ sein Debüt als Regisseur, mit „Nora“ folgt nun seine zweite Inszenierung. „In beiden Stücken spielt der Heilige Abend eine Rolle, beide gehen über drei Tage, und in beiden steht die Familie im Mittelpunkt“, spannt er einen gewollt virtuellen Bogen.
Das Böse ist allgegenwärtig. Wie ein Geist umschwirrt Samiel ständig das Geschehen irgendwo im Böhmerwald. In der Wuppertaler „Freischütz“- Inszenierung von Andrea Schwalbach spielt Marco Wohlwend ihn als konservativen Teufel mit abgenutzter Aktentasche.
Seit mehr als 20 Jahren zeigen die „Impulse“ des NRW KULTURsekretariats die wichtigsten...
„Bin ich ein Müßiggänger? Habe ich jetzt keine Beschäftigung? – Ja, es ist traurig …“ Mit dieser Aussage beginnt Georg Büchners Lustspiel über den romantischen Hedonisten mit Namen Leonce. Er ist Prinz von Popo und empfindet eine tiefe Lebensmüdigkeit.
Intendant Christian von Treskowhat das skurrile Stück um Geld und Liebe am Opernhaus Wuppertal inszeniert. Trotzdem scheinen die Tages des Mannes gezählt zu sein.
„Ich finde es komisch“, beantwortet Anne Lepper die Frage, in welches Gen- re das von ihr geschriebene Theaterstück „Käthe Hermann“ passt. „Komisch heißt nicht lustig. Das ist ja kein Witz.“ 2010 wurde „Käthe Hermann“ veröffentlicht, sorgte bereits in Berlin und Bielefeld für volle Häuser und wird jetzt am Kleinen Schauspielhaus gezeigt.
Um sie für sein neuestes Filmprojekt zu gewinnen, erzählt der Produzent James der Schauspielerin Olivia den Plot des Drehbuches: Amy, eine junge Geschäftsfrau, deren Freund beim Anschlag auf das World Trade Center starb, verliebt sich ausgerechnet in den attraktiven Al-Qaida-Kämpfer Mohammed.
Das Theaterstück beginnt wie viele tägliche Meetings an Rhein und Ruhr und Wupper. Der Bürgermeister erkundigt sich nach dem Stand der städtischen Neu-Investition. Ein Prachtbau soll die Stadt verschönern, Klinik, Einkaufszentrum, die Immobilie ist schlichtweg austauschbar.
Die Uraufführung der „Glücklichen Reise“ war im November 1932 in Berlin. Elf Jahre nach seinem gigantischen Erfolg mit dem „Vetter aus Dingsda“ landete Komponist Eduard Künecke mit dieser Operette einen weiteren Riesenhit. „Oft gespielt und doch immer wieder verlangt“, hieß es in einer Zeitungsnotiz der 50er Jahre.

Die Heimsuchung
Sybille Fabians Inszenierung des „Besuch der alten Dame“ – Bühne 05/13
Die Elf in der Hand ...
„Wie es Euch gefällt“ im Jugendclub der Wuppertaler Bühnen – Theater an der Wupper 04/13
Durch unschuldige Augen gesehen
Nach „Heimkehr“, „Kairo“ und „Holländer“ bringt Regisseur Jakob Peters-Messer nun „Don Quichotte“ auf die Bühne – Bühne 04/13
Die Beziehung als Gegengeschäft
Ibsens „Nora oder Ein Puppenheim“ im Kleinen Wuppertaler Theater – Theater an der Wupper 03/13
Die beschädigte Gesellschaft
Eike Hannemann inszeniert ein eigens für Wuppertal von Autor Thomas Melle verfasstes Stück – Bühne 03/13
Das kleine böse Messer
Wolfgang Fortners „Bluthochzeit“ an der Wuppertaler Oper – Theater an der Wupper 02/13
Szenen einer Ehe
Geschichten über Gefühle müssen dank Tilo Nests „Nora“ nicht trivial sein – Bühne 02/13
Wen der Teufel küsst
Andrea Schwalbach inszeniert blutigen „Freischütz“ in Wuppertal – Theater an der Wupper 01/13
„Die Zeit spielt gegen uns“
Keine ausreichende Finanzierung – „Impulse“ droht immer noch das Aus – Bühne 01/13
Clash der Generationen
Marcus Lobbes inszeniert Büchners Klassiker „Leonce und Lena“ – Bühne 01/13
Die Turmfrisur ist im Eimer
Christian von Treskow inszeniert Goldoni in Wuppertal – Theater an der Wupper 12/12
Große Lügen im Mikrokosmos Familie
Jakob Fedler inszeniert am Kleinen Schauspielhaus „Käthe Herrmann“ – Bühne 12/12
Osama auf der Schwebebahn
Mark Ravenhills „Das Produkt“ in Wuppertal - Theater an der Wupper 11/12
Der fliegende Sitzungssaal
„Schiefergold“ im Kleinen Theater Wuppertal – Theater an der Wupper 11/12
Viel Spaß!
Intendant Johannes Weigand inszeniert die Operette „Glückliche Reise“ – Bühne 11/12
Fluxus im Hinterhof
Eike Hannemann inszeniert in Wuppertal „Licht frei Haus“ von Thomas Melle – Theater an der Wupper 10/12
Geld und Geltung
Christian von Treskow inszeniert Carlo Goldonis Lustspiel „Trilogie der Sommerfrische“ – Bühne 10/12
Die Vergangenheit birgt nahrhafte Schätze
Das Wuppertaler Tanztheater in der Spielzeit 2012/13 – Bühne 09/12
Kein Schutz, kein Halt im Wald
Andrea Schwalbach eröffnet mit ihrer „Freischütz“-Inszenierung die neue Spielzeit am Opernhaus – Bühne 09/12
Kinder an die Macht
"No Education" bei der RuhrTriennale 2012 - engels Bühne 08/12
Der Gegenwart den Rücken kehren
Ritterspiele auf Schloss Burg – Bühne 08/12
Gerangel um Liebe
Ödön von Horváths Dreiakter „Zur schönen Aussicht“ in Wuppertal - Theater an der Wupper 07/12
Die Jugend von heute…
…spielt Theater, beim Jungen Theaterfestival in Wuppertal - Bühne 06/12
Das Wuppertaler Gleichnis
Christian von Treskow inszeniert „Perplex“ von Marius von Mayenburg - Theater an der Wupper 06/12
Sprachwunder größeren Ausmaßes
Matthias Nahmmacher organisiert das 2. Jandl-Festival auf Lüntenbeck - Bühne 06/12
Den Tanz neu denken
Die Ruhrtriennale 2012 und der Tanz – RuhrTanz 06/12
Mehr als nur Wohlklang
Bis August findet in Tony Craggs Skulpturenpark das renommierte Musikereignis Klangart statt - Bühne 05/12
Das Gerücht von Liebe
Sybille Fabian inszeniert genialen „Liliom“ in Wuppertal - Theater an der Wupper 05/12
Bilderreigen für Kinder
Flötist Matthias Nahmmacher erfand vor drei Jahren das sogenannte Schnipselkino - Bühne 04/12
Frohlocken im Klassengeiste
„Aufstand“ an den Wuppertaler Bühnen - Theater an der Wupper 04/12
Osama fährt mal Schwebebahn
Mark Ravenhills „Das Produkt“ in Wuppertal - Theater an der Wupper 03/12
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Lars Emrich inszeniert „Momo“ am Kinder- und Jugendtheater als märchenhaftes Spiel mit philosophischem Tiefgang – Bühne 03/12
Kommando Maria Böhmer
„Das Ministerium“ in Wuppertal – Theater an der Wupper 02/12
Im Wirrwarr der Lebenslinien
Am Schauspiel Wuppertal inszeniert Claudia Bauer „Endstation Sehnsucht“ – Bühne 02/12
Wo der Wahn wohnt
Mozarts „Die Gärtnerin aus Liebe“ als vielschichtiges, alle Sinne erfassendes Ereignis – Bühne 01/12
Die traurige Komödie
Alan Ayckbourns „Schöne Bescherungen“ in der Wuppertaler Oper – Theater an der Wupper 01/12
Koreanische Weihnachten
Das National Theatre of Korea gastiert mit „Mr. Rabbit and the Dragon King“ am Opernhaus – Bühne 12/11
Eskalation im Stillstand
Iwona Jera inszeniert im Kleinen Schauspielhaus die Groteske „Tango“ – Theater an der Wupper 12/11
Der freiwillige Griff ins Klo
Christian von Treskow inszeniert „Die Kontrakte des Kaufmanns“ in der Wuppertaler Oper – Theater an der Wupper 11/11
Am Anfang war der Klang
Johannes Weigand, Chef des Wuppertaler Opernhauses, inszeniert Giuseppe Verdis „Falstaff“ – Bühne 11/11
Der ewig junger Räuber
Das Kinder- und Jugendtheater bringt Otfried Preußlers „Räuber Hotzenplotz“ auf die Bühne - Bühne 10/11
Fette Beute im Opernhaus
Regisseur Jakob Peters-Messer setzt in seiner Inszenierung von Wagners „Der fliegende Holländer“ auf die Suggestivkraft - Bühne 09/11
Schönes Strandgut im Sommerloch
Bildung macht reich, das ist bekannt. Nur, weil die großen Häuser Ferien machen, muss keiner geistig verarmen - Bühne 08/11
Freundschaft trotz Kollateralschadens
Lars Emrich inszeniert am Kinder- und Jugendtheater „Geheime Freunde“ von Rudolf Herfurtner - Bühne 07/11
See Androids fighting
Eine szenische Collage: Eike Heinemanns „Die Seele der Maschinen” - Theater an der Wupper 07/11
Fleisch, Benzin und Nikotin
Der freie Schauspieler und Regisseur Olaf Reitz ist ein großer Unterhalter. Und ein ebenso großer Kämpfer für die Kunst - Portrait 07/11
Mit wenigen Worten viel zum Ausdruck bringen
Die Ernst Busch-Absolventin Juliane Pempelfort gibt in „Lulu“ ihre erste Hauptrolle an den Wuppertaler Bühnen - Portrait 06/11
Symphonie der unüberwindbaren Gier
Sybille Fabian inszeniert eine extrem-choreografierte „Lulu“ - Theater an der Wupper 06/11
Der Nabel der Theaterwelt
Unter dem Titel „westwärts“ gastieren die besten Stücke des Landes vom 20.- 26.6. in Wuppertal - Bühne 06/11
Ab in die Wüste
Christian v. Treskow inszeniert R. Spregelburds „Die Dummheit“ - Theater an der Wupper 05/11
Unverwechselbarer Ton mit vielen Nuancen
Der „Da Vinci Code“ ist bekannt, jetzt kommt „Der Richling Code“. Der Kabarettist Mathias Richling gastiert damit im Opernhaus - Portrait 05/11
Und immer lockt das Weib
Sybille Fabian inszeniert Frank Wedekinds „Lulu“. Die Titelrolle spielt Juliane Pempelfort. - Bühne 05/11
Atemlos im Jugendamt
„Kaspar Häuser Meer" am Kleinen Wuppertaler Schauspielhaus - Theater an der Wupper 04/11
Genialer Mozart
Der Meinung von Kennern zufolge hat Mozart nie wieder so fabelhafte Musik geschrieben wie in seiner Lieblingsoper „Idomeneo“ - Bühne 04/11
Unsichtbare Wurst zum Tod
„Caligula“ von Albert Camus im Kleinen Wuppertaler Schauspielhaus - Theater an der Wupper 03/11
Die Renaissance des Ritters
Am Kinder- und Jugendtheater inszeniert Beate Rüter einen modernen „Parzival“ - Bühne 03/11
Vom Pussyterror zum Ödipuskomplex
Anregende Gigs in Duisburg, Oberhausen und Herne - Komikzentrum 02/11
Neugierig, geheimnisvoll und immer sehr sie selbst
Kabarettistin Tina Teubner tourt mit ihrem Programm „Aus dem Tagebuch meines Mannes“ - Portrait 02/11
Ein Drache im goldenen Vlies mit Kaspar Häuser
Die Wuppertaler Bühnen warten im Februar mit drei Premieren in Oper und Kleinem Schauspielhaus auf - Theater an der Wupper 02/11
Einem Kamel wird nicht schwindelig
„Unverhofft in Kairo” in der Oper Wuppertal - Bühne 02/11
Lieber tot als pleite
„Liebe und Geld“ von Dennis Kelly an den Wuppertaler Bühnen - Theater an der Wupper 01/11
Kein Kerl wie Samt und Seide
Martin Kloepfer („Die Lotterie in Babylon“) inszeniert am Kleinen Schauspielhaus Albert Camus’ „Caligula“ - Theater and er Wupper 01/11
Fiese Marionetten der Macht
„Macbeth“ am Wuppertaler Schauspielhaus - Theater an der Wupper 11/10
Nur die Liebe zählt
Jan David Schmitz inzeniert Puccinis "La Boheme" als Liebesspiel - Bühne 10/10
Was Menschen bewegt
Nicht nur das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch ist mit "Danzón" im Opernhaus zu sehen - Bühne 10/10
Experimentierbox und Versuchslaboratorium
Jugendarbeit und experimentelles Theater im Container - Bühne 06/10
Das Leben ein Spiel
David J. Becher hat sich ganz der Kultur verschrieben - Portrait 05/10
Witzige Weiber
Beim Sommerblut-Festival sitzen Sie in der ersten Reihe - Komikzentrum 05/10
Der Geist der Griechen
Die Wuppertaler Bühnen präsentieren Griechenland in interessanten kulturellen Aspekten - Bühne 05/10
Liebeskranke am Lagerfeuer
Die 16. German Spaß- und Satire-Open-Wettkampf-Tage im Pantheon - Komikzentrum 04/10
Lachen ist Ehrensache
Viel Spaß beim 5. Kölner Improfestival - Komikzentrum 03/10