Bildungspolitiker seien hiermit auf eine Fahrt mit der Schwebebahn von Oberbarmen bis Vohwinkel eingeladen. Ein Sitzplatz direkt hinter dem Mittelgelenk, dort, wo Kinder mit ihren Kinderwagen abgestellt werden können, ist mehr wert als ein Platz im Hörsaal eines renommierten Entwicklungspsychologen. In Wupperfeld stieg eine etwas korpulente Mutter mit ihrem sehr laut schreienden Kleinkind zu. Das Kind bog sich in seinem Buggy so sehr nach vorn, dass man sich um die Stabilität der Anschnallgurte sorgen konnte. Nach einigen Minuten reagierte Mama mit den Worten „Halt die Fresse!“. An der Haltestelle Loher Brücke stieg eine weitere junge Mutter mit ihrem Kind zu. Beide lächelten das inzwischen erschöpft in seinen Gurten liegende Kind zu, das noch eben arg geschrien hatte. Der zögerliche Kontakt zwischen den Kleinen wurde aber bald unterbrochen, da die zuerst Zugestiegenen bereits am Döppersberg die Bahn verließen. Die verbleibende, eher zierliche Mutter erklärte nun mit sanften Worten ihrem Kind alles, was dieses auf seinem Platz mit Blick aus dem Fenster erkennen konnte. Beide lachten dabei viel. Ob die Gesamtschule allein also wirklich reicht, Chancengleichheit zu gewährleisten?
Soziale Gerechtigkeit wurde schon oft von oben verordnet. Ein Land, das dieses Experiment mit teils fatalen Folgen durchführte, ist die Volksrepublik China. Das Geschäft mit der sogenannten ehemals rot-gelben Gefahr boomt inzwischen aber auch in Wuppertal. Nun will sich China sogar an der Erstellung eines Engels-Denkmals in Barmen beteiligen. Grund genug, in diesem Monat das Thema CHINA zu beleuchten. Viel Licht und Schatten herrscht auch in Honduras. Die engels- Autoren Kathrin Zeiske und Øle Schmidt berichten von dort und fragen den aktuellen Präsidentschaftskandidaten MANUEL ZELAYA, ob die Demokratie in der „Bananenrepublik“ endlich eine dauerhafte Chance hat. Auch im KLEINEN SCHAUSPIELHAUS fällt ein facettenreicher Blick auf die große Weltpolitik. DAS PRODUKT handelt von den Vorbereitungen zu einem Kinofilm. Eine Darstellerin für eine Frauenrolle wird gesucht, die ihren Liebsten am Ground Zero verliert, sich in einen Jihad-Kämpfer verliebt und diesen in Lara Croft-Manier aus Guantanamo befreien will. Zumindest etwas leichter hat es da schon MOMO bei ihrem Kampf gegen die grauen Männer, inszeniert am KINDER- UND JUGENDTHEATER. Richtig schön und dazu noch praktisch sind die Produkte des Wuppertaler Stardesigners OLIVER GRABES, der diesen Monat portraitiert wird. Außerdem sind die Künstler BERT DIDILLON und CARL HAGER mit ihrer Ausstellung IN DER AUGENHÖHLE DES LÖWEN in der Galerie von JÜRGEN GRÖLLE zu sehen.
Aber auch im Kinobereich präsentiert engels einen Promi. SENTA BERGER spricht über Hollywood und ihren neuen Film RUHM. Ganz großes Kino ist der neue Film von Christian Petzold BARBARA. Eine Ärztin in der DDR stellt einen Ausreiseantrag. Der Osten wird hier weder glorifiziert noch mystifiziert. Der andere Film über das Leben der Anderen begeisterte das Publikum auf der Berlinale.
Somalia ist überall
Intro zum Monat Mai – 05/12
Who is Alice?
Intro zum Monat April 04/12
Rote Punkte
Intro zum Monat Februar 02/12
Tötet Kitty!
Intro zum Monat Januar 01/12
Wo ist die Wupper?
Intro zum Monat Dezember – 12/11
Schilderwald
Intro zum Monat November – 11/11
Gibt es konservative Komik?
Intro zum Monat Oktober 10/11
Flüsterasphalt
Intro zum Monat September 09/11
Bier statt Wackelpudding
Intro für den Monat August 08/11
Der wandernde Kontrabass
Intro zum Monat Juli - 07/11
Nicht Botox und nicht Laser
Intro zum Magazin 06/11
Ein Denkmal für uns
Intro zum Magazin 05/11
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin!
Intro zum Magazin 04/11
Der diabolische Doppeltunnel
Intro zum Magazin 03/11
Anti-Anti-Anti
Intro zum Magazin 02/11
Die Ursuppe auslöffeln
Intro zum Magazin 01/11
Das Potemkinsche Dorf
Intro zum Magazin 12/10
engels hat es gewusst
Intro zum Magazin 11/10