Bei Akzenta in Vohwinkel steht die DVD im Regal, gleich neben Harry Potter und den Zweiohrküken, nicht weit weg von Kaugummi und Schnapsfläschchen. Der Titel „Wuppertal, die ungeschminkte Stadt“ ziert die Hülle. Der Nichtwuppertaler ist verwundert und greift zu. Egal, ob das gute Stück knapp 15 Euro kostet und nur 30 Minuten läuft. Zu Hause wundert sich der Nichtwuppertaler. Obwohl er fast nur Wuppertaler kennt, die über Wuppertal schimpfen, schimpft dieser Film nicht. Ein Kontrabass wandert mit seinem Bassisten durchs Tal, zeigt die Bausch-Tänzerinnen, den Knabenchor Kurrende, Tony Cragg, die Kneipe von Johannes Rau, Ölberg und Brill-Viertel, auch Kneipen, Weihnachtsmarkt und Paddelboote. Ein bloßes PR-Filmchen? Mitnichten. Obwohl die Sponsoren reichlich erwähnt werden, gelingt dem Film, dass der Nicht-Wuppertaler sich in Wuppertal verliebt. Müssten jetzt nur noch die Wuppertaler den Film sehen, um zu begreifen, dass nur da viel Schatten ist, wo auch Licht ist.
Womit wir schon beim Thema dieses Monats sind, bei der NORDBAHNTRASSE. Eine unendliche Geschichte? Hoffentlich nicht. Wir zeigen, wie sich der spektakulärste Radweg der Nation zwar nicht über Höhen und Tiefen, aber doch zwischen Paragraphen und Fledermäusen durchkämpfen muss. Die Bürgerbewegten haben es da manchmal nicht leicht mit den Verwaltern und umgekehrt. Von solchen manchmal etwas schroffen Umgangsformen können die Landlosen in Honduras nur träumen. Unser Auslandskorrespondent ØLE SCHMIDT berichtet diesmal von einem Land, nicht so schön wie Panama. Auch im KLEINEN SCHAUSPIELHAUS findet Krieg statt, und zwar Mensch gegen Roboter. DIE SEELE DER MASCHINEN von EIKE HEINEMANN zeigen unter anderem mechanische Stiere und elektrische Schafe. In die Oper laden wir diesmal in den Norden ein. In der JAHRHUNDERTHALLE zu Bochum wird im Rahmen der Ruhrtriennale das Wagner-Wagnis TRISTAN UND ISOLDE gegeben. Die Triennale, die sich in den beiden vergangenen Jahren den Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam zuwendete, möchte den Epos um Liebe und Tod in einen buddhistischen Kontext stellen. Die Lehre von der Leere muss auch von Theaterleuten im Tal beherrscht werden. Auch wenn es oft nur um die leeren Kassen geht. Wir portraitieren OLAF REITZ, der Synchronsprecher ist, um Regisseur zu sein. Die Kunst findet im Sommer besser unter freiem Himmel statt. Der Skulpturenpark zeigt Plastiken von NORBERT KRICKE. Parallelen, die sich trotzdem treffen. So ticken die Lienen im Wald.
Zwei Filme liegen uns im Juli besonders am Herzen. Zum einen die Sommer-Tragikomödie KLEINE WAHRE LÜGEN. Ein paar Tage Urlaub am Atlantik mit ein paar exzentrischen Menschen gerät zur französischen Katastrophe. Irgendwann kann keiner mehr den anderen ausstehen. Und dann erzählt THE WAY BACK – DER LANGE WEG von der Flucht sehr unterschiedlicher Menschen aus einem sibirischen Straflager nach Indien. „So weit die Füße tragen“ kommt einem da in den Sinn. Kein leichter Sommerfilm, aber mit seinem erzählerischen Tiefgang unbedingt sehenswert.
Somalia ist überall
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Who is Alice?
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Buggys in der Schwebebahn
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Rote Punkte
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Tötet Kitty!
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Schilderwald
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Gibt es konservative Komik?
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Flüsterasphalt
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Nicht Botox und nicht Laser
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Ein Denkmal für uns
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Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin!
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Die Ursuppe auslöffeln
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Das Potemkinsche Dorf
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engels hat es gewusst
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