Kinokalender
Mo Di Mi Do Fr Sa So
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

11.028 Beiträge zu
2.964 Filmen im Forum


Ein eher klassischer Streich neuerer Zeit aus dem Hause Disney: Rapunzel.
Foto: Presse

Walt Disney

Blick auf einen der prägendsten Filmproduzenten – Filmwirtschaft 11/11

Der Disney-Konzern war nicht nur in den letzten Jahren der größte Unterhaltungskonzern weltweit, sondern ist mit seinen Ikonen des amerikanischen Comics auch eine der bekanntesten Marken der Film- und Unterhaltungsindustrie überhaupt. Der Erfinder dieser Figuren, der freundliche ältere Herr, der häufig mit Schnauzbart und einer Pfeife im Mund als der Freund aller Kinder dargestellt wird, war der 1901 in Chicago geborene Walt Disney. Zusammen mit seinem Bruder Roy und dem Künstler Ub Iwerks entwickelte er die ersten Figuren, gab aber bereits als junger Mann von 25 Jahren die eigene Zeichnertätigkeit auf. Ende der 1920er Jahre wurden die ersten Zeichentrickfilme produziert, und sie wurden rasch sehr erfolgreich. Der erste kommerzielle Höhepunkt war der Film „Schneewittchen“ von 1937, gefolgt von dem künstlerisch bis heute beeindruckenden Film „Fantasia“, in dem Zeichentrick und Klassische Musik in kurzen Episoden zusammengeführt sind.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Filmprogramm um Abenteuerfilme („Die Schatzinsel“ oder Romanverfilmungen von Jules Verne) sowie erfolgreiche Dokumentarfilme („Die Wüste lebt“) erweitert. Mit dem Aufkommen des Fernsehens wurde die Produktion ausgeweitet, und Walt Disney avancierte zum Märchenonkel der Nation. Die umfassende Vermarktung seines Imperiums wurde durch die systematische horizontale wie vertikale Diversifikation vorangetrieben. Fernsehanstalten (u.a. ABC und in Deutschland Super RTL), Produktionsgesellschaften, Verleihe, Vergnügungsparks sowie die Herstellung von Figuren, Spielen usw. markieren die Geschäftsstrategie. Der größte filmische Geschäftserfolg der letzten Jahre war das Abenteuer-Franchise „Fluch der Karibik“. Weltweit haben die bisher vier Teile über 3 Milliarden $ eingespielt. Wie alle anderen amerikanischen Majors engagiert sich Disney auch bei deutschen Produktionen, ein besonders glückliches Händchen bewiesen sie beim Oscar-Gewinner „Das Leben der Anderen“.

Der Tod des Apple-Boss und Pixar-Großaktionärs Steve Jobs wird auch seine Spuren bei Disney hinterlassen, gehörte doch das Trickfilmstudio seit 2006 zur Disney Company. Mit „Findet Nemo“ und „Monster AG“ wurde ein völlig neuer Zeichentrickstil für den Erfolg verantwortlich, der sich mehr an den neuen Sehgewohnheiten orientiert und klassische Produktionen wie es zuletzt „Rapunzel“ war, vom Umsatz her hinter sich lässt. Bis zum Jahr 2010 gehörte auch noch MiraMax der Weinstein-Brüder zur Gruppe, ein unabhängiges Studio mit künstlerisch wie kommerziell sehr erfolgreichen Produktionen. Der Verkaufserlös wurde im selben Jahr in die Übernahme der Marvel-Studios gesteckt, womit eine deutlich robustere amerikanische Comic-Ikone in das Unternehmen integriert werden konnte. So stehen die amerikanischen Helden Micky Maus, Goofy, Schneewittchen und das Dschungelbuch für den Beginn des Disneyimperiums und sind heute bei Hulk, Iron Man, Captain America und Thor angekommen.

KIM LUDOLF KOCH

Filmwirtschaft.

ACTA, Regener und 51 Tatort-Autoren
Filmwirtschaft 05/12

50 Jahre Oberhausener Manifest
Einfluss der Kurzfilmtage auf den deutschen Film - Filmwirtschaft 04/12

Einsparungen und Gleichstellung
Justierung der Filmförderung - Filmwirtschaft 03/12

Besser und doch enttäuschend
Rückschau auf das Kinojahr 2011 – Filmwirtschaft 02/12

Die Grünen Piraten
Umgang mit Urheberrechtsschutz – Filmwirtschaft 01/12

Nachbarschaftsvergleich
Kinoentwicklung Deutschland – Frankreich – Filmwirtschaft 12/11

Warnhinweise erforderlich
Filmwirtschaft 10/11

Altersempfehlungen tun Not
Eine medienpädagogsiche Alternative zur FSK wird nötig - Filmwirtschaft 09/11

Film ohne Grenzen
Der Schlag gegen kino.to weckt Sensibilität bei den Usern - Filmwirtschaft 08/11

20 Th Century Fox
Filmwirtschaft 07/11

Streit um die Förderung zur Digitalisierung
Eine fragwürdige Umverteilung von Kinoeinnahmen - Filmwirtschaft 06/11

CinemaCon – Filmpolitik aus den USA
Filmwirtschaft 05/11

Warner Bros.
Als sich vier Brüder aufmachten, ein Filmimperium zu gründen - Filmwirtschaft 04/11

Endgültige Bilanz 2010
Umsatzeinbußen für deutsche Filmprojekte - Filmwirtschaft 03/11

Alles nur geklaut?
Verletzung des Urheberrechts - Filmwirtschaft 11/10

Filmwirtschaft

Filmmesse Leipzig
Filmwirtschaft 09/10

Alternativer Content
Filmwirtschaft 05/10

Und immer wieder 3D
Filmwirtschaft 04/10

Kino und Kirche
Die Geschichte des Magazins Film-Dienst - Filmwirtschaft 03/10

Das Wunder von 2009
Filmwirtschaft 02/10

Filmpolitik quo vadis
Über Neuerungen, die keine sind - Filmwirtschaft 12/09

Deutschland - kein Arthousepublikum?
Filmwirtschaft 11/09

Jugendamt proudly presents
Filmwirtschaft 10/09

3 D - Jetzt geht's los
Filmwirtschaft 08/09

Hoch dekoriert, kaum gesehen
Filmwirtschaft 07/09

Werbung im Kino - Vom Aussterben bedroht?
Filmwirtschaft 06/09