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Serengeti in Sonnborn
Foto: Francis Lauenau

Wo ist die Wupper?

Intro zum Monat Dezember – 12/11

Wochenlang regnete es nicht. Unser Flüsschen ist zu einem Rinnsal mutiert. Herbstunwetter mit mächtigen Regenfällen sind ausgeblieben. Das Jahrhundertniedrigwasser setzt nicht nur der Rheinschifffahrt zu. Für manche Tierarten wird es eng im heimischen Biotop. Meteorologen und Klimaforscher sehen in dem Zustand unserer Flüsse ein Indiz für den Klimawandel. Wetterextreme nehmen zu. Was aber wird aus unserer Stadt, wenn die Namensgeberin versiegt ist? Manche Zeitgenossen nehmen diese Vision schon vorweg, indem sie sagen, sie wohnten im Tal. Wenn wir aber die Wupper aus dem Stadtnamen tilgen, müsste es grammatisch korrekt „Ich wohne in Tal“ heißen. Inntal könnte sich aber wiederum Innsbruck nennen, falls die Leute dort mal einen neuen Städtenamen bräuchten. Unsere Landschaft allerdings könnte bei weiterer Versteppung von der Flora und Fauna geprägt werden, die üblicherweise südlich der Alpen anzutreffen ist. Der Döppersberg wird zum Ölberg, die Löwen aus dem Zoo werden ausgewildert, und ein anderes Wuppertaler Szenemagazin kann dann ganz ohne Wortwitz weiterhin ITALIEN heißen.

Natürlich könnten wir die Wupper und das Klima retten, wenn wir fortan nur noch regenerative Energien verbrauchen. Zwischen den Wuppertaler Stadtwerken und dem grünen Bundestagsabgeordneten Hermann Ott kam es wegen dieser Frage im vergangenen Monat zum Showdown. Engels nimmt den Zwist zum Anlass, allgemein über Energie- und Telekommunikationsanbieter zu schreiben, und zwar im Monatsthema NETZE. Bringt der Anbieterwechsel etwas? Worauf muss ich achten? Wem sollten die Netze gehören? Die Kunst gehört bereits schon jetzt allen, und sie gehört ins Museum. Manchmal aber gehört sie auch in das Gebäude einer Versicherung. In der Hauptverwaltung der BARMENIA in Elberfeld findet die Ausstellung ULRICH ERBEN: MALEREI überregional Beachtung. Kunstbanausen mögen einwenden, dass buntes Papier an Wänden auch Tapete genannt wird. Wer aber die Spiele mit Farben und Formen im Original gesehen hat, wird sich solche Lästereien verkneifen. Kontroverse Diskussionen mag auch die Groteske TANGO provozieren, die nun im KLEINEN SCHAUSPIELHAUS zu sehen ist. Untote werden so lange beerdigt, bis sie versterben. Ein Mann läuft mit offenem Hosenstall umher, ein anderer will die Konventionen des Unkonventionellen sprengen. Dass das Stück aus dem Jahr 1964 wieder oder noch immer aktuell ist, lässt aufhorchen.

Auch im Kino wird in diesem Monat Theater gezeigt. Nachdem Roman Polanskis Karriere fast wie die eines Weltbankpräsidenten geendet wäre, ist er nun wieder höchst produktiv. In der schon auf etlichen Bühnen präsentierten Komödie DER GOTT DES GEMETZELS geraten zwei Elternpaare heftigst aneinander. Hier wird noch alttestamentarisch im Sinne von „Zahn um Zahn“ vollstreckt. THE IDES OF MARCH – TAGE DES VERRATS von George Clooney zeigen einen fiktiven Schmuddelvorwahlkampf in den USA, anders, aber nicht weniger empfehlenswert.

LUTZ DEBUS

Intro.

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Intro zum Monat Februar 02/12

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Schilderwald
Intro zum Monat November – 11/11

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Intro für den Monat August 08/11

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Intro zum Monat Juli - 07/11

Nicht Botox und nicht Laser
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Intro zum Magazin 05/11

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin!
Intro zum Magazin 04/11

Der diabolische Doppeltunnel
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Anti-Anti-Anti
Intro zum Magazin 02/11

Die Ursuppe auslöffeln
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engels hat es gewusst
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