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Dörte blickt aus ihrer Küche auf Wuppertal.
Foto: Presse

Grande Dame aus Heckinghausen

02. Juli 2012

Dörte spielt sich in die Herzen der Zuschauer - Bühne 06/12

Momentan geht es reichlich turbulent zu in Dörtes Leben: Die Frau aus der Küche (Dörte Bald) ist nämlich verliebt. Damit es auch mit den Männern klappt, hat sie vorher den „Kartoffelbrauch“ angewandt. In ihrem türkisfarbenen Kittel wirft sie einen Erdapfel ins Publikum uns sagt: „Das Alte werd´ ich kompostieren, um neue Wege zu probieren.“

Dabei wird sie begleitet von Radiomoderator Klaus (Burkhard Hessler), dessen Sendungen sie beständig einschaltet. Mit seinem Musik-Mix aus Schlagern, Oldies, Rock und Klassik und Nachrichten aus dem Tal ist er für Dörte Berater in allen Lebenslagen. Auf ihren Traummann trifft sie dann im Krankenbett, Dörte muss wegen dem Tuffi-Syndrom operiert werden. Der kleine Elefant Tuffi – eine Anspielung auf die aus der fahrenden Schwebebahn springende Elefantenkuh – tobt sich in Dörtes Körper aus.

Mikrokosmos Küche
Um den Angebeteten näher zu kommen, spielt Dörte mehr schlecht als recht ein Liedchen auf der Geige. Glücklicherweise schafft sie es mit ihren musikalischen Qualitäten ins Streicherquartett des jungen Arztes Dr. Mauritius (Raffael Amend), „der ihr Sohn sein könnte“. Mit Nachbarin Heidemarie (Birgit Pardun) am Cello und Werner Dickel an der Bratsche geigt sie Mozarts „Kleine Nachtmusik“.

Aber damit noch nicht genug: Jeder Wuppertaler soll jetzt einen Düsseldorfer aufnehmen, denn Düsseldorf platzt aus allen Nähten, während Wuppertal schrumpft. Bei Dörte zieht der 17-jährigeTristan (Conrad Mummelthey) ein. Dörte ist zunächst gar nicht glücklich über den jugendlichen Besucher, der nun in ihrer 1960er-Jahre Küche sitzt. „Die hätten mir auch gerne eine Rentnerin schicken können. Eine die häkelt.“

Welten prallen im Mikrokosmos Küche aufeinander: „Eigentlich wollte ich ein Jahr nach Südamerika, wie alle meine Freunde. Aber mein Vater sagt, du gehst nach Heckinghausen ins Funkloch.“ Stattdessen trifft der technikbegeisterte Tristan in Dörtes Küche auf Muckefuck, River Cola und Bärenmarke sowie der „Aldo Goldkante“. Trotz anfänglicher Berührungsängste freundet sich das ungleiche Duo an und musiziert schließlich gemeinsam.

Wiedersehen im September
Nicht nur die Beziehung Wuppertal Düsseldorf spielt in der dritten Folge der Küchenoper eine Rolle, sondern auch die Animositäten zwischen den Wuppertaler Stadtteilen Elberfeld und Barmen. Jede Menge Lokalkolorit machen das Stück zu einem besonderen Schmankerl. „Du hast ja ´nen Mann. Ne Fernbeziehung in Elberfeld“, sagt Dörte zu ihrer Nachbarin Heidemarie. „Nur mit Liebe kriegste niemanden nach Barmen“, setzt Dörte noch eins drauf.

Musikalisch reicht die Show von den Weather Girls bis zu Christoph Willibald Gluck – natürlich neu interpretiert von Dörte. Mit einer gehörigen Portion Humor zündet die Grande Dame aus Heckinghausen eine Lachsalve nach der nächsten, sodass eine Begegnung in ihrer Küche zu einem besonderen Spaß wird. Ein Wiedersehen gibt es im September, wenn die Barmer Küchenoper in die vierte Runde geht.

LCB / Haus der Jugend Barmen | Die Barmer Küchenoper Folge 4 |08.09., 20 Uhr | 09.09., 18 Uhr | Tel. 0202/5636444

www.liveclub-barmen.de/

Anke-Elisabeth Schoen

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