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The Big Sick

Is' was, Komiker?

13. November 2017

Die Filmstarts der Woche

Der erfolgreiche, aus Pakistan stammende Komiker Kumail Nanjiani spielt sich in Michael Showalters „The Big Sick“ quasi selbst. Kumail schlägt sich mehr schlecht als recht als Comedian durch. Der Funke will bei seinen Stand-up-Shows nicht überspringen, der Erfolg lässt auf sich warten. So muss er nebenher als Taxifahrer jobben. Bei einem seiner Auftritte lernt er die kecke Psychologiestudentin Emily (Zoe Kazan) kennen. Zwar springt hier im Gegensatz zu seinem restlichen Publikum endlich mal ein Funke über, doch beide sind sich einig, dass sie zurzeit keine feste Beziehung wollen. Erst als Emily mit einer mysteriösen Infektion ins Krankenhaus kommt und kurz darauf sogar ins Koma fällt, lernt der passive Kumail endlich ihre Eltern kennen (toll: Holly Hunter mit Ray Romano) und merkt auch, was er mit Emily verlieren könnte. Klingt nicht gerade komisch, ist es aber. Sehr sogar! Nanjiani und Kazan hangeln sich ganz wunderbar durch die Höhen und Tiefen der Story, durch die komischen wie die tragischen Momente, den Culture-Clash und den Rassismus, den die Hauptfigur ertragen muss. Der Film ist zwar als romantische Komödie etikettiert, zeigt aber deutlich mehr Tiefe und Interesse an seinen Figuren als die meisten der formelhaften Rom-Coms der letzten Jahre. In dem lockeren, zweistündigen Spannungsbogen können sich die Figuren jenseits von dramaturgischen Zwängen entfalten.

Rocky (Jan Henrik Stahlberg) war einst der größte Aufreißer weit und breit. Sein Sohn Thorben (Franz Rogowski) hat den Trieb anscheinend geerbt, aber nicht die Verführungskünste. Als Thorben nach einer versuchten Vergewaltigung aus der Psychiatrie abhaut, flüchtet er zu Rocky, den er bislang nur von den Erzählungen seiner Mutter kennt. Rocky ist kaum begeistert, spürt durch den Eifer seines Sohns aber die alten Triebe wieder. Jan Henrik Stahlberg („Muxmäuschenstill“) hat seinen neuen Film „Fikkefuchs“ per Crowdfunding finanziert und musste keine Kompromisse eingehen. Entsprechend drastisch zeigt er alle übergriffigen Peinlichkeiten dieses Duo-Infernale und geht bis über die Schmerzgrenze, um deren degeneriertes Männlichkeitsideal zu ergründen, aber auch ihr Vater-Sohn-Verhältnis.

Außerdem neu in den Wuppertaler und Solinger Kinos: Peter Luisis Wettgeschäft-Komödie „Flitzer“, Christopher Landons Déjà-vu-Horror„Happy Deathday“, Zack Snyders Comicspektakel „Justice League“ und Terje Rangnes' norwegisches Weihnachtsmärchen „Plötzlich Santa“.

Redaktion engels-kultur.de

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