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Redaktion intern.

FRAGEN DER ZEIT
Redaktionsskizze: wie engels & Co. das jeweils nächste Thema planen
(für choices.deengels-kultur.de und trailer-ruhr.de)
Drei Magazine in NRW – ein THEMA

Revolte '68. Revolte '80. Revolte '18?, Foto: robert-anasch / unsplash

Aufmacher-Thema September 2018:
RECHTSBLIND. Rechtes Handeln – linkes Klagen. (bereits erschienen!)
Deutschland in der Populismusfalle

„… aber deshalb bin ich doch nicht rechts!“, verteidigen sich so manche ZeitgenossInnen, nachdem sie etwas von sich gegeben haben, das eben genau danach klingt – als könnten wir nicht nur unsere Worte frei wählen, sondern auch noch deren Bedeutung; als wäre Rassismus kein Rassismus, bloß weil man eine rassistische Position für ganz normal hält. Wie wir es auch nennen: (neu-)rechts, nationalistisch, rassistisch, reaktionär, identitär, fremdenfeindlich, (neo-)faschistisch, völkisch – es spricht viel dafür, dass sich sich dieses Denken und Sprechen erneut Geltung in unseren Gesellschaften erobert, nachdem es längst marginalisiert erschien, die große Mehrheit weitgehend immun. Gewiss ist, dass eine Ohrfeige à la Beate Klarsfeld dagegen nicht mehr helfen wird, zu umfassend sind die Ursachen und Gründe dieser Entwicklung wie die Unsicherheit in Zeiten der Globalisierung, Ängste vor Status- und Identitätsverlust, Überfremdung, Gefühle von Kontrollverlust und manches mehr. – Ist das Warum nun so offenbar, umso erstaunlicher, dass kein Kraut dagegen gewachsen scheint, dass Gesellschaft, Institutionen und Politik nach wie vor wie überrumpelt wirken. Nicht zuletzt hat der NSU-Prozess gezeigt, dass sogar die Rechtsstaatlichkeit der Sicherheitsbehörden zweifelhaft sein kann. So steht nicht nur die Fähigkeit mancher Institutionen infrage, auf die Krise zu reagieren, sondern sogar ihre Bereitschaft dazu. Kurzum: Wo ist der blinde Fleck, besser: wo sind die blinden Flecken? Was entgeht jenen, die vielleicht tatsächlich nicht merken, wie rechts ihr Gebaren mittlerweile ist, was jenen, die vergeblich auf erfolgreiche Gegenstrategien sinnen, was jenen, die die DamagogInnen nachahmen, in der trügerischen Hoffnung, deren SympathisantInnen für die Demokratie zurückzugewinnen und was jenen, die versuchen, Bedrohungen von rechts über fundamentalistisch bis links gegeneinander auszuspielen? Wo bleibt die Antwort der gesellschaftlichen Mitte, wo die der Linken? Die Linke verlor relativ die meisten Wähler an die Rechte. Wird eine Sammlungsbewegung dies umkehren? Mit welchen Argumenten, mit welchen Folgen? 

 Medienteil EINS: Angsthandeln.

Es ist offenbar, wer gegen die zunehmende Verrohung in Wort und Tat einzustehen hat: (politische) BürgerInnen, Ehrenamtliche, Parteien, Vereine, JugendarbeiterInnen, Schulen, Polizei, JuristInnen, Verfassungsschutz, JournalistInnen … – kurzum: grundsätzlich alle und jeder. Wie ist es um dieses Engagement bestellt, da einst verstohlene Stammtischparolen offen skandiert werden, im Freundes- und Familienkreis Überzeugungen infrage gestellt werden, die bislang für unanfechtbar genommen wurden und mit der AfD eine Protagonistin dieser Entwicklung im Bundestag vertreten ist; eine Partei, der ‚gelungen‘ ist, was Republikaner und NPD nicht vermochten? ... (Ein Auszug aus der Detailplanung)

 Medienteil ZWEI: Linksvisionen. 

Wie steht es um die Frage, warum die tatsächlichen und behaupteten Krisen so gut wie ausschließlich den VertreterInnen rechts der Mitte in die Hände spielen, nicht aber denen links der Mitte? Eine alte Erwartung lautet, einem gebrochenes Gerechtigkeitsversprechen des Staats könne am ehesten mit linkspolitischen Ideen begegnet werden. Danach müssten die GlobalisierungsverliererInnen und –enttäuschten zuerst der linken Utopie eine neue Chance geben. Sie tun es aber nicht. Wird eine linke Sammlungsbewegung daran etwas ändern, kann sie überhaupt auf diese Weise funktionieren? Weden Menschen 'aufstehen', wenn eine linke Elite sie ruft? Wo ist der Funke, der Ideen zur Bewegung macht? Mehr als nur über rechte Entwicklungen zu klagen, ist der Versuch alle Mal... (Ein Auszug aus der Detailplanung)

 Medienteil DREI: Tabubruch

Wie lange leben Ängste und Vorurteile in uns, wie schnell wird aus Sprache Gewalt. Oft übernehmen wir unversehens und unbedacht ein Vokabular, das uns dann plötzlich unheimlich wird. Und wir fragen uns mitunter zu spät: Wer hat an der Sprache gedreht? Da gibt es derzeit wieder Einige: Die Rhetorik der rechten Elite arbeitet mit gezielten Tabubrüchen, dem Missbrauch der Sprache, und setzt durch die entstehende Aufregung auf die medialen Folgen, aus der sich neue Bekanntheitswerte ergeben...  (Ein Auszug aus der Detailplanung)

 

 

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