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Fisherman’s Friends – Vom Kutter in die Charts

Seemann, sing!

05. August 2019

Die Filmstarts der Woche

Der Londoner Musikmanager Danny (Daniel Mays) begibt sich gemeinsam mit seinen Label-Kollegen auf Junggesellentour nach Port Isaac. Die beiden stoßen auf einen aus Seemännern bestehenden Shanty-Chor. Es ist Abneigung auf den ersten Blick. Aus einem Streich heraus offeriert Danny dem Männerchor die Aussicht auf ein Album. Als Danny schließlich nicht nur die Gemeinde ans Herz wächst, sondern auch die Tochter (Tuppence Middleton) eines recht bärbeißigen, singenden Fischers (James Purefoy), sieht er sich gezwungen, den Worten Taten folgen zu lassen. Chris Foggins' romantisches Drama „Fisherman’s Friends – Vom Kutter in die Charts“ setzt auf Naturkulisse, Nostalgie, „Commitments“-Charme. Und natürlich: auf die Liebe. Eine Feel-Good-Romanze, die trotz Märchengewand geerdet bleibt. Und dabei hübsche Momente schenkt, wenn sich Danny und seine Flamme zum Beispiel einvernehmlich zu dem Hochgefühl austauschen, zum ersten Mal ein frisch erworbenes, rundes Stück Vinyl auszupacken und auf den Plattenteller zu legen.

1995 wurde Rainer Kaufmanns eigentlich als Fernsehfilm gedrehte Komödie „Stadtgespräch“ mit Katja Riemann ein Kassenhit. Martina Gedeck spielte auch mit. Fast 25 Jahre später dreht Kaufmann für das Kino eine Scheidungskomödie mit Ulrich Tukur und nun Martina Gedeck in den Hauptrollen. „Und wer nimmt den Hund?“ hat als böse Komödie durchaus Potenzial. Das liegt vor allem an den schönen Wortduellen des Noch-Paars bei der Psychologin und einer gut austarierten Psychologie der beiden Hauptfiguren, die ihre Darsteller kongenial umsetzen. Hier und da greift Routine in Mittelmäßigkeit. Dafür gibt es auch einige schöne Ideen, die vor allem mit Wut und Rache zu tun habe. Das gehört eben auch zur Trauerarbeit. 

Claire, vom Ehemann für eine Jüngere verlassen und mit ihren fast erwachsenen Kindern nur noch halb ausgelastet, will von ihrem jüngeren Liebhaber Ludo mehr. Als der sie abspeist, nimmt sie über Facebook zu dessen Freund Alex Kontakt auf. Erst nur um Ludo zu stalken, doch dann entfaltet sich zwischen dem viel jüngeren Alex und Claire eine Fern-Liebe. Als Alex Claire endlich treffen will, hat Claire ein Problem: Sie hat ein fremdes Account-Foto verwendet und statt ihrer 50 Jahre ihr Alter mit 24 angegeben. Nebbou und seine großartige Hauptdarstellerin Juliette Binoche entfalten in „So wie du mich willst“ ein rasantes Drama, mal komisch, meist tragisch, das die komplexe Psyche ihrer weiblichen Hauptfigur sehr ernst nimmt und zugleich das Thema Soziale Medien zwischen Sein und Schein, Verantwortung und Missbrauch umreißt.

Außerdem neu in den Kinos in Wuppertal, Solingen und Remscheid: Ritesh Batras Liebesdrama „Photograph - Ein Foto verändert ihr Leben für immer“, der Episodenreigen „Berlin, I Love You“ und Malik Baders Actionkrimi „Killerman“.

Redaktion engels-kultur.de

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