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GuteNachrichten fürs Gemeinwohl

01. Oktober 2018

LeserInnen-Fundstücke an gut@engels-kultur.de

Das GuteNachrichten-Team: Katja Egler und Sarah Maiwald

Die steile engels-These: Unsere Welt ist die beste aller bisherigen.

Die öffentliche Wahrnehmung  ist leider oft eine andere. Wir wollen diese Negativ-Atmosphäre durchbrechen und mit guten Nachrichten fürs Gemeinwohl eine Art Gegengift anbieten: MeinungsMagazine engels, trailer-ruhr und choices mit der Kraft unserer Medien an Rhein und Ruhr.

Wir halten es für unsere verlegerische Pflicht, unseren LeserInnen Mut zu machen. Die Dimension von schlechten Nachrichten auf allen Kanälen schafft im Bewusstsein der Menschen eine Art Ausweglosigkeit. Das überbordend Negative, Hass, Rassismus und Diskriminierung führen zur Zerstörung von Engagement, Solidarität und Demokratie. Wer wünscht sich nicht häufiger gute Nachrichten fürs Gemeinwohl?!

Wir wünschen unseren LeserInnen Freude und Ermutigung bei der Lektüre der Beiträge. Ein QR-Code in den Printausgaben führt zu dieser Online-Version.

Gute Nachrichten fürs Gemeinwohl.
Seid realistisch, fordert das Unmögliche !

Wir freuen uns auf Leserpost mit neuen Guten Nachrichten an
gut@engels-kultur.de.

 


Foto: „The Ocean Cleanup“

Pazifik: Plastikfänger reinigt erfolgreich Weltmeere

Das seit etwa einem Jahr testweise laufende Projekt der Organisation „The Ocean Cleanup“ zeigt Erfolge. Der 600-Meter große Müllfänger konnte zum ersten Mal Plastikteile einfangen. Vor einem Jahr wurde der Plastikfänger im Pazifik zwischen San Francisco und Hawaii ins Wasser gelassen, im sogenannten Pacific Garbage Patch, wo laut Wissenschaftler*innen circa 1,8 Billionen Plastikteile im Meer schwimmen. Das Projekt hatte der Niederländer Boyan Slat schon mit 17 Jahren initiiert mit dem Ziel, die Weltmeere komplett von Plastikmüll zu befreien ­ und ein Jahr später die Anlage dann konstruiert. Das besondere daran: Der u-förmige Fangarm bewegt sich frei im Meer und wird von der Strömung gesteuert. Diese soll genutzt werden, um Müll in die Fangarme zu treiben, während Fische und andere Lebewesen den Barrieren leicht entkommen können.

Bisher war das Projekt aber erfolglos – kein Plastik konnte aus dem Meer gefischt werden. Die technischen Probleme hätten Ende letzten Jahres fast zum Abbruch des Projektes geführt. Nachdem ein Anker die Anlage jetzt aber verlangsamt, können unter anderem Müll, industrielle Fischernetze und Mikroplastik aus dem Pazifik gefischt werden. Schiffe sollen regelmäßig die Sammelbehälter entleeren und das Plastik daraufhin recycelt werden. Die Testphase des Projektes läuft bis Dezember, danach sollen bei Erfolg weitere Anlagen gebaut werden. Das Projekt wird durch Unternehmen, Universitäten und der niederländischen Regierung unterstützt.

Autorin: Katja Egler

Quelle: Tagesschau und Jetzt

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Foto: Lucas Gallone/Unsplash

Schweiz: Neues Projekt heizt Wohnungen mit U-Bahn-Wärme

Die Stadt Lausanne plant, die durch U-Bahnen generierte Wärme zum Heizen von Wohnungen zu nutzen. Forscher*innen des EPFL-Instituts konnten nun die genaue Menge an Wärmeenergie, die ein Zug auf den Bahnhof überträgt, berechnen. Dies war vorher nicht gelungen und so auch nicht möglich gewesen die Energie-Einsparungen vorherzusagen und ein konkretes Konzept zu entwickeln. Nun kann die rund 138.000 Einwohner große Stadt planen, zum bestehenden U-Bahn-System eine weitere Metro mit dem neuen System zu bauen. Lausanne ist die erste Stadt, die dieses klimafreundliche Konzept anwendet. Das Modell soll die CO2-Emissionen Lausannes um zwei Millionen Tonnen im Jahr reduzieren und den Energiebedarf von 1.500 Wohnungen abdecken.

In Stuttgart, Wien und Turin wurden in der Vergangenheit ebenfalls Tunnel als Quelle für Energie untersucht, die Projekte blieben aber in der Testphase. Auch wenn die Technik noch nicht im großem Maße verwendet wurde, könne sie laut Forschenden trotzdem in der ganzen Stadt problemlos eingeführt werden: Das neue System kann einfach in die neue Metro mit eingebaut werden, bedarf wenig Wartung und ist langlebig. Es gibt ähnliche Projekte wie unter anderem die dänische Firma „Refarmed“, die überschüssige Wärme von Gebäuden nutzt, um auf den Dächern Lebensmittel anzupflanzen. Diese bestehenden Projekte haben aber meist einen recht kleinen Umfang, das Projekt der Stadt Lausanne hätte eine deutlich größere Wirkkraft. Es bedarf jetzt jedoch der Unterstützung lokaler Unternehmung zur Finanzierung des Projektes.


Autorinnen: Sarah Maiwald und Katja Egler

Quelle: Reset

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Foto: Brandi Ibrao/Unsplash

Sudan: Erste Frauen-Fußballliga gegründet

Mehr Gleichberechtigung im Fußball wurde im Sudan geschaffen: Das erste offizielle Spiel der neugegründeten Frauenliga wurde Anfang Oktober angepfiffen. Begleitet wurde das Spiel von "Zivilherrschaft, Zivilherrschaft"-Sprechchören der Zuschauer. Insgesamt 21 Mannschaften haben sich für die erste Saison angemeldet. Bisher spielten Frauen nur inoffiziell, sie wurden nicht vom sudanesischen Fußballverband anerkannt. Durch den Sturz des Diktators Omar Al-Bashir im April war diese Neuerung möglich geworden. Monatelang hatten die Bürger*innen gegen den Machthaber protestiert. Auch Frauen waren bei den Protesten präsent und laut ­ trotz der strengen Auslegung des Islams. Anfang September wurde schließlich die neue Regierung in der Hauptstadt Khartum vereidigt. Diese wolle dem Frauensport mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen sowie generell die Meinungsfreiheit, Frauenrechte und Kunst fördern. Das neue Staatsoberhaupt wird durch den kollektiven Souveränen Rat ersetzt, einem zivil-militärischem Organ, das den Sudan übergangsweise für drei Jahre regieren wird. Im elfköpfigen Rat sitzen zwei Frauen. Durch die Einführung der Scharia 1983 wurde die Gründung einer Frauen-Fußballiga erschwert, jetzt befindet sich das Land in einer Phase des Umbruchs.

Autorin: Katja Egler

Quelle: Tagesschau und ran

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Foto: ShareTheMeal

Berlin: Mit App spenden gegen Hungersnot

„ShareTheMeal“ ist eine von dem UN World Food Program (WFP) ins Leben gerufene App, die hungernden Kindern in Entwicklungsländern zu einer Mahlzeit verhelfen will. Mithilfe der App kann man ganz einfach spenden: Mit gerade einmal 40 Cent wird ein Kind einen gesamten Tag mit Nahrung versorgt. Allein letztes Jahr wurden über 11 Millionen Mahlzeiten weltweit geteilt. Zusätzlich gibt es die Option auszuwählen, in welcher Region auf der Welt man gezielt helfen möchte. Als eines ihrer wichtigsten Prinzipien nennt die Organisation Transparenz, sodass nachzuverfolgen ist, wohin genau die Spende geht. Zudem wollen sie den Menschen helfen, sich in Zukunft selbst zu ernähren. Dabei reagieren sie auf aktuelle Katastrophen und helfen den Menschen vor Ort, wie zum Beispiel in Indonesien nach dem Tsunami 2018 oder den Rohingyas in Bangladesch nach den Gewaltausbrüchen 2017 gegen diese.

WFP als größte humanitäre Organisation gegen den Hunger erreicht jedes Jahr um die 80 Millionen Menschen mit ihren Hilfen. Dabei finanziert sich das Programm komplett durch Spenden und setzt diese zu 90% für Hilfen ein. Aktuell leiden 821 Millionen Menschen unter Hunger. „ShareTheMeal“ hat sich zur Aufgabe gemacht, den Hunger weltweit zu beenden.

Autorinnen: Sarah Maiwald und Katja Egler

Quelle: ShareTheMeal

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