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GuteNachrichten fürs Gemeinwohl

01. Oktober 2018

LeserInnen-Fundstücke an gut@engels-kultur.de

Das GuteNachrichten-Team: Katja Egler und Sarah Maiwald

Die steile engels-These: Unsere Welt ist die beste aller bisherigen.

Die öffentliche Wahrnehmung  ist leider oft eine andere. Wir wollen diese Negativ-Atmosphäre durchbrechen und mit guten Nachrichten fürs Gemeinwohl eine Art Gegengift anbieten: MeinungsMagazine engels, trailer-ruhr und choices mit der Kraft unserer Medien an Rhein und Ruhr.

Wir halten es für unsere verlegerische Pflicht, unseren LeserInnen Mut zu machen. Die Dimension von schlechten Nachrichten auf allen Kanälen schafft im Bewusstsein der Menschen eine Art Ausweglosigkeit. Das überbordend Negative, Hass, Rassismus und Diskriminierung führen zur Zerstörung von Engagement, Solidarität und Demokratie. Wer wünscht sich nicht häufiger gute Nachrichten fürs Gemeinwohl?!

Wir wünschen unseren LeserInnen Freude und Ermutigung bei der Lektüre der Beiträge. Ein QR-Code in den Printausgaben führt zu dieser Online-Version.

Gute Nachrichten fürs Gemeinwohl.
Seid realistisch, fordert das Unmögliche !

Wir freuen uns auf Leserpost mit neuen Guten Nachrichten an
gut@engels-kultur.de.

 

 

Foto: freepik

Galapagos-Inseln: Rekordzuwachs bei einheimischen Pinguinen und Kormoranen

Erneut sind positive Auswirkungen der Covid-Pandemie auf die Natur erkennbar: Der Rückgang an Tourist*innen auf den Galapagos-Inseln ermöglichte den Tieren dort ungestört zu nisten. So erklärt sich der Galapagos-Nationalpark wenigstens den Rekordzuwachs bei den einheimischen Pinguinen und Stummelkormoranen. Aktuell leben auf den Inseln 1940 Pinguine – so viele wie seit 14 Jahren nicht mehr – und 2220 Galapagos-Scharben aus der Familie der Kormorane. Das sind bei Letzteren so viele Tiere wie noch nie dort gezählt wurden. Die Galapagos-Scharben profitierten neben dem Fernbleiben der Reisenden zudem von dem Wetterphänomen „La Niña“. Das Wetterereignis sorgt seit Juni für Trockenheit in Südamerika, Unwetter in Australien und Südasien sowie ein Abkühlen der Meerestemperatur. Durch diese Umstände konnten die Scharben mehr Nahrung finden – und sich so stärker vermehren.

Die Galapagos-Inseln liegen rund tausend Kilometer vor der Küste Ecuadors und gelten seit 1979 als UNESCO-Weltkulturerbe.


Autorin: Katja Egler

Quelle: Tagesschau

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Foto: freepik

Neuseeland: Erste weibliche Maori-Außenministerin

Neuseelands Ministerpräsidentin Jacinda Ardern hat nach ihrem klaren Wahlsieg das neue Kabinett vorgestellt. Den Posten der Außenministerin besetzt nun Nanaia Mahuta – sie ist die erste Maori und die erste Frau in diesem Amt. Schon 2016 sorgte sie für ein erstes Mal: Sie war die erste Frau im Parlament Neuseelands, die ein traditionelles Kinn-Tattoo trägt -  das sogenannte Moko Kauae. Im letzten Kabinett war sie Ministerin für Maori-Entwicklung und Lokalverwalt.

 Mahuta zeigt damit, dass Ureinwohner*innen mittlerweile Chancen haben, die ihnen lange verwehrt blieben. Zwar sind die Maori seit 1840 neuseeländische Bürger*innen, oft wurden ihnen aber die gleichen Rechte verwehrt. Noch heute leiden sie unter struktureller Diskriminierung: Sie erleiden immer noch häufiger Armut, Krankheit, sexuelle Übergriffe, Inhaftierung, häusliche Gewalt und Selbstmord.

Deswegen sind struktureller Wandel und Besetzung von öffentlichen Ämtern von großer Bedeutung. Dies zeigt Ministerpräsidentin Ardern und gestaltet ihr Kabinett vielfältig: von 20 Personen sind acht Frauen, fünf Maori und drei aus der LGBTQI*-Community.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: Zeit

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 Foto: freepik

USA: Weltweit größtes Seegras-Wiederherstellungsprojekt

Aus einem Experiment mit 70 Millionen Samen ist das weltweit größte Seegras-Wiederherstellungsprojekt entstanden. Vor der Küste von Virginia haben Wissenschaftler*innen und Freiwillige auf 200 Hektar Fläche die Samen ausgebracht. Mittlerweile bedeckt das Seegras eine Fläche von 3,600 Hektar. Zum Vergleich das größte Projekt dieser Art in Australien will 10 Hektar Seegras wiederherstellen. Vor über 20 Jahren hat das Projekt begonnen und die Wissenschaftler*innen des Virginia Institute of Marine Science zusammen mit The Nature Conservancy haben jeden Schritt dokumentiert. In Seegras-Flächen stecken nämlich großes Potential für den Klimaschutz: Sie bieten nicht nur einen Lebensraum für Fische, laut WWF kann Seegras 35 Mal so viel Kohlenstoff aufnehmen wie tropische Wälder. Aktuell wird aber nur 0,2% des Meeresbodens damit bedeckt. In dem Ausbau von gefährdeten Seegras-Flächen steckt also großes Potential. Durch das Wissen des Projekts in Virginia können künftig vielleicht weitere Projekte dieser Art umgesetzt werden.

Neben Seegras-Flächen nehmen auch andere küstennahe Ökosysteme mehr CO2 und Stickstoff aus der Atmosphäre auf als Wälder. Dazu gehören Mangroven, Algenwälder und Salzwiesen.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: WWF, Science News

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Foto: freepik

NRW: Land stellt Millionen für Inklusion an Universitäten

Jeder Mensch hat das Recht zu studieren – und zwar gleichberechtigt und ohne Diskriminierung. Das verspricht die UN-Behindertenkonvention, die auch im Hochschulrahmengesetz festgehalten ist. Dies ist aber in der Realität nicht immer der Fall: Gebäude und Lernmaterial sind nicht immer barrierefrei und für jede*n zugänglich. Mit dem neuen Förderprogramm „Inklusive Hochschule NRW“  will die Landesregierung NRW nun Inklusion an Universitäten und Hochschulen fördern und stellt dafür 6,6 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen Universitäten bessere Bedingungen für Studierende mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten schaffen.

„Ziel des neuen Programms ist es, ganz konkrete Hilfestellungen für die Studierenden weiter auszubauen“, sagt Ministerin für Kultur und Wissenschaft Isabel Pfeiffer-Poensgen. Dazu gehört die technische Anschaffung von Hilfsmitteln sowie Baumaßnahmen für barrierefreie Arbeitsplätze, die digitale Aufarbeitung von Materialien und deren Umwandlung in unter anderem Brailleschrift, die Ermöglichung von Nachteilsausgleichen bei Prüfungen und das Beauftragen von Fachpersonal wie Inklusionsbeauftragte und Gebärdendolmetscher*innen.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: Land NRW

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