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GuteNachrichten fürs Gemeinwohl

01. Oktober 2018

LeserInnen-Fundstücke an gut@engels-kultur.de

Das GuteNachrichten-Team: Katja Egler und Sarah Maiwald

Die steile engels-These: Unsere Welt ist die beste aller bisherigen.

Die öffentliche Wahrnehmung  ist leider oft eine andere. Wir wollen diese Negativ-Atmosphäre durchbrechen und mit guten Nachrichten fürs Gemeinwohl eine Art Gegengift anbieten: MeinungsMagazine engels, trailer-ruhr und choices mit der Kraft unserer Medien an Rhein und Ruhr.

Wir halten es für unsere verlegerische Pflicht, unseren LeserInnen Mut zu machen. Die Dimension von schlechten Nachrichten auf allen Kanälen schafft im Bewusstsein der Menschen eine Art Ausweglosigkeit. Das überbordend Negative, Hass, Rassismus und Diskriminierung führen zur Zerstörung von Engagement, Solidarität und Demokratie. Wer wünscht sich nicht häufiger gute Nachrichten fürs Gemeinwohl?!

Wir wünschen unseren LeserInnen Freude und Ermutigung bei der Lektüre der Beiträge. Ein QR-Code in den Printausgaben führt zu dieser Online-Version.

Gute Nachrichten fürs Gemeinwohl.
Seid realistisch, fordert das Unmögliche !

Wir freuen uns auf Leserpost mit neuen Guten Nachrichten an
gut@engels-kultur.de.

 

 


Foto: Element5 Digital/Unsplash

Italien: Klimaschutz auf dem Lehrplan

An italienischen Schulen soll ab 2020 Klimaschutz als fester Bestandteil des Lehrplans unterrichtet werden. Für alle Altersklassen soll das Thema eine Stunde die Woche als Teil der Zivil- oder Staatsbürgerkunde gelehrt, aber auch stärker in andere Fächer wie Erdkunde integriert werden. Bildungsminister Lorenzo Fioramonti will so ein stärkeres Bewusstsein bei Jugendlichen schaffen. Laut Tagesschau sagte er: "Wir möchten Vorreiter beim Themengebiet Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit werden. Dies kann nur erfolgen, wenn wir Kindern konkret hier in unserem Bildungssystem in Italien altersgerechten Zugang zu diesen lebenswichtigen Themen ermöglichen."Schon zu Beginn des Schuljahres ermunterte er Schüler*innen sich an den Fridays For Future - Demonstrationen zu beteiligen -­ das Fehlen im Unterricht wollte er als entschuldigtes Fernbleiben behandeln. Dafür wurde er von der Opposition kritisiert. Der frühere Universitätsprofessor für Wirtschaftspolitik ist Mitglied der Fünf-Sterne-Bewegung und hatte schon in der Vergangenheit eine Steuer auf Flugtickets, auf Plastik und auf zuckerhaltige Getränke angeregt. Die zusätzlichen Steuereinnahmen wolle er in Bildung investieren.

Konkrete Pläne für die Gestaltung des Lehrplans gibt es noch nicht, dieser werde gerade von Fachleuten erarbeitet. Jedoch sollen ab Januar bereits die ersten Lehrkräfte geschult werden können. Italien wäre somit das erste Land, dass einen Schwerpunkt auf Klimaschutz im Unterricht setzt.

Autorin: Katja Egler

Quelle: Tagesschau, NW

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Foto: Gilber Franco/Unsplash

Baltimore: Mehr Künstlerinnen ausstellen

Das Baltimore Museum of Art (BMA) will ein Jahr lang nur Kunstwerke weiblicher Künstlerinnen kaufen. So versuchen sie ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Künstler*innen in ihrer Sammlung zu schaffen, denn aktuell sind nur 4% der 95,000 gesammelten Werke von Frauen. Geplant sind zudem im Laufe des Jahres sieben thematische Installationen und 13 Einzelausstellungen zu unter anderen den Künstlerinnen Mickalene Thomas, Joan Mitchell und Candice Breitz. Diese sind Teil des Projekts „2020Vision“, mit dem das Museum eine größere Diversität in den eigenen Arbeiten schaffen will ­ sowohl was Geschlecht als auch Race betrifft. So soll einmal die Vielfalt der Werke von Künstlerinnen im Laufe der Zeit dargestellt werden, als auch vermehrt Werke von Women of Colour. Aber auch generelle Lücken innerhalb der Museumsarbeit sollen durch wissenschaftliche Dialoge thematisiert werden. Denn die Unterrepräsentation von Gruppen verzerrt auch die Wahrnehmung ihrer Bedeutung in der Kunst ­ bis heute.

Das Projekt „2020Vision“ fällt zudem mit dem 100jährigen Jubiläum des amerikanischen Frauenwahlrechts zusammen. Das erste Gemälde einer Frau, dass das Baltimore Museum of Art erhielt, war ein Poträt von Sarah Miriam Peale, die als erste amerikanische Frau gilt, die als professionelle Künstlerin erfolgreich war. Das Museum erhielt ihr Werk 1916, zwei Jahre nach seiner Gründung.

Autorin: Katja Egler

Quelle: Baltimore Museum of Art „2020Vision“

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Foto: Brooke Lark/Unsplash

Berlin: Klimapositiv einkaufen mit Goodbuy

Der neue Onlineshop „Goodbuy.eu“ will nicht nur einen klimaneutralen Einkauf, sondern sogar einen klimapositiven ermöglichen. Heißt, der Einkauf soll aktiv zur CO2-Reduktion beitragen. Dafür kooperieren sie ausschließlich mit Marken, die mit ihren Produkten auch globale Lösungen schaffen wollen. „Produkte, die die Welt aktiv besser machen, haben bei GoodBuy ein Zuhause“ heißt es auf ihrer Webseite. Die Konsument*innen können dabei aktiv und einfach durch Filter nach Produkten suchen, die die Umwelt schützen, Menschen helfen oder grüner leben ermöglichen. Durch diese Kategorien soll man die Auswirkungen des Produktes auf den Planeten abschätzen können. Zudem versenden sie mit DHL GoGreen und kaufen abgeholzte Regenwaldflächen. Mit acht Bestellungen würden ein Quadratmeter Regenwald wiederaufgeforstet werden.

Anfang November eröffnete außerdem ein Ladengeschäfts in Berlin-Friedrichshain, das einen Anteil der Erlöse an soziale Projekte in der Nachbarschaft spendet. Die Gründer*innen wollen durch ihr Konzept des klimapositiven Shoppens „Konsum neu erfinden“.

Autorin: Katja Egler

Quelle: GoodBuy, Utopia

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Foto: Joey Csunyo/Unsplash

Sachsen: Gebeine aus Kolonialzeit zurück an Aborigines

Die menschlichen Überreste von 45 Aborigines wurden an ihre Nachfahren zurückgegeben. In einer feierlichen Zeremonie wurden diese aus dem ethnografischen Bestand der Staatlichen Kunstsammlung Dresden an die australische Botschafterin Bianca-Ann Baxter, die zur Volksgruppe der Gunaikurnai gehört, übergeben. Knapp 150 Jahre lang waren sie im Fremdbesitz gewesen. Sie wurden in der Kolonialzeit nach Europa gebracht und stammen aus Grabplünderungen oder aus gewaltsame Auseinandersetzungen. Zwischen 1892 und 1903 erreichten sie das „Königliche Zoologische und Anthropologische Ethnographische Museum“, dem heutigen Museum für Völkerkunde Dresden.

Auf der ganzen Welt befinden sich immer noch Überreste von australischen Indigenen im Besitz von Museen und Universitäten. An die 1600 sind es, die damals gesammelt worden waren für „biologische Forschung“ -­ meist im Zusammenhang mit rassistischer Menschenlehre. Die Rückführung dieser Objekte wird in Deutschland unter anderem erschwert durch das „Kulturgutschutzgesetz“, das den Export von Kulturgütern verhindern will. Rückführungsexperten fordern deswegen eine Rechtsreform sowie auch neue Regelungen zur Wiedergutmachung für die Nachfahren der betroffenen Volksgruppen.

Autorin: Katja Egler

Quelle: MDR, DW

 

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