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Fragen der Zeit      Zukunft JETZT

Ein Thema, elf Artikel: drei Aufmacher, drei Interviews, Glosse, Vorbild Europa und Lokaltexte aus Köln, Wuppertal und dem Ruhrgebiet

Foto: James Thew / Adobe Stock

Intro 01/22 (Link zur Langfassung) – Verbranntes Gut / Heute hier, morgen dort

Müll ist Kultur. Er ist menschengemacht, allgegenwärtig, spiegelt Bedürfnisse, wird mit Werten versehen – und ist zur existentiellen Bedrohung geworden. Kunststoffmüll bereitet besondere Probleme. Wissenschaftler der Universitäten Oxford und Leeds und mehrerer Umweltschutzorganisationen haben festgestellt, dass sich zwischen 2016 und 2040 1,3 Milliarden Tonnen Kunststoffmüll in der Umwelt ansammeln werden. An Kunststoffabfällen verendete Seevögel, Robben, Fische oder Wale schaffen es in die Schlagzeilen, hormonelle Veränderungen bei Menschen infolge von Plastikkontakt gelten als unstrittig und ob und mit welchen Folgen Mikroplastik sich dauerhaft im Organismus festsetzt, dürfte sich bald zeigen. Deutschland findet sich in der EU unter den fünf größten Erzeugern von Plastikmüll. Doch die Müllfrage ist nicht einfach in den reichen Ländern zu lösen, sie eskaliert derweil in den armen Regionen der Welt, wo beispielsweise keine ausreichende Infrastruktur gegeben ist, um Siedlungsmüll umweltgerecht zu entsorgen.

Verbranntes Gut / Heute hier, morgen dort
TEIL 1: Verpacken und Recyclen

Den Gelben Sack zu 'bedienen', bereitet offenbar Probleme. Zur Hälfte schmeißen wir rein, was nicht reingehört. Aber bereits die Produkte sind nicht einfach darauf angelegt, leicht verwertet zu werden. Zahlreiche, Bruchteile von Milimetern messende, Kunststoffschichten umhüllen Fertiggerichte. Sogar biobasierte Kunststoffe versprechen noch keine bessere ökologische Bilanz, sind nicht kompostierbar und bei der technischen Umwandlung in Wasser und CO2 (‚kalte Verbrennung') liefern sie noch nicht einmal Energie wie in der herkömmlichen Müllverbrennung. An welchen Missständen leidet die gegenwärtige Recyclingwirtschaft, wie lässt sich dem abhelfen?

Verbranntes Gut / Heute hier, morgen dort
TEIL 2: Reparieren, Aufwerten, Vermeiden

Arbeiten mit dem, was schon da ist – eigentlich keine große Sache. Trotzdem sind es vor allem – nicht nur! – kleine Läden und Initiativen, die sich darauf konzentrieren, Dinge nicht einfach zu entsorgen, sondern zu erneuern, zu verbessern und zu verwandeln. Dazu zählen Reparier-Cafés, oder Schneidereien, die aus der quietschbunten Bettwäsche aus Kindertagen schräge T-Shirts designen (Upcycling). Der private (plastikfreie) Kaffeebecher für den Coffee to Go? Heikel, weil angeblich potentiell unversicherbar keimbelastet! Und Hersteller wie Verbraucher scheinen sich Regale ohne überdesignte Verkaufshüllen mitunter kaum mehr vorstellen zu können. Wie weit lässt sich Verpackungsmüll überhaupt vermeiden?

Verbranntes Gut / Heute hier, morgen dort
TEIL 3: Ökostoffe und Kreisläufe

Sneaker aus Mais- oder Kaktusleder latschen bereits auf den Straßen – bald wird dann auch klar sein, ob sie so lange durchhalten wie die alten Tierleder- und Kunststofftreter. Kompromisse sind bislang allerings in den meisten Fällen nötig, etwa, wenn das Getreideleder mit recycletem PET-Kunststoff gemischt wird, um die nötigen Eigenschaften zu gewährleisten. Ist es absehbar, dass sie das alte Plastik durchweg ablösen? Wo ist der Haken? Die Idee der Kreislaufwirtschaft (Cradle to Cradle) wird absehbar auch von Weltkonzernen ernst genommen, sei es durch Materialforschung oder durch neue Geschäftsmodelle, mittels derer die Verantwortung für ein Produkt durchgehend beim Hersteller bleibt. Wie lange braucht es bis dahin noch?

Ihre engels-Redaktion

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