Es gibt Geschichten, die sind so unglaublich, dass sie sich kaum jemand ausdenken kann. So auch die vom Sieg der deutschen Achter-Rudermannschaft bei den Olympischen Spielen von 1960. Zu diesem Zeitpunkt war Deutschland schon seit über zehn Jahren geteilt. Man kollaborierte nicht mit dem Klassenfeind. Doch genau das hat in dieser Geschichte zum Erfolg geführt – die Zusammenarbeit von Ruderern aus Ost und West, unter der Ägide des Lehrers und Ex-Boxers Karl Adam (Oliver Masucci). Im Zweiten Weltkrieg trainierte er noch junge Boxer, die kurz vor Kriegsende an die Front geschickt wurden. Eine Vergangenheit, die ihn noch immer nicht loslässt. Nach dem Krieg setzt er auf Sport, um einer Nachkriegsgeneration ein Ventil für ihre Wut und Trauer zu geben. Als sein Antrag auf Finanzierung eines Box-Clubs vom Ratzeburger Stadtrat abgelehnt wird, beginnt Adam ohne jede Erfahrung, eine kleine Gruppe im Rudern zu coachen, darunter Ari (Felix Kammerer), der regelmäßig über den See in die DDR schwimmt, um seine Freundin Ulla (Svenja Jung) zu sehen. In seinem sehenswerten Underdog-Drama „Adams Acht” erzählt Hannu Salonen von der Faszination des Wassersports - und einem Nachkriegsdeutschland, das nicht nur in West und Ost gespalten ist.
Alle Neustarts der Woche unter: Neu im Kino.
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