Es gibt 1 Beitrag von Clayton
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09.03.2003
Tja, ich würde mich ja gerne den anderen, ausgesprochen positiven Kommentaren anschließen. Allein, nach meiner Meinung hatte der Film einige erhebliche Schwächen. Fast möchte man annehmen, das politisch bedeutsame und zumindest auch weitgehend politisch korrekt behandelte Thema ist verantwortlich dafür, daß der Film international solche Beachtung gefunden hat.
Vielfach hat das Drehbuch der Konvention den Vorzug gegenüber der Originalität gegeben. Böse storygeile Journalisten geistern ebenso durch den Film wie hohe Blauhelmoffiziere, die sich für nichts Anderes als die mediale internationale Meinung und ihre jugendliche, attraktive Sekretärin interessieren. Als besagte Sekretärin hinter dem britischen, altherrenvirilen Offizier mit megakurzem Rock, Splitterweste und Stahlhelm aus dem Hubschrauber hüpfte, um zum Pressetermin zu eilen, fühlte man sich als Zuschauer schon metaphorisch geprügelt. Autsch.
Und wirklich witzig war die Komödie eigentlich auch nicht. Es ist nich übermäßig komisch, wenn sich die beiden Hauptdarsteller gegenseitig mit vorgehaltenem Gewehr zwingen zuzugeben, daß die jeweils eigene Seite für den krieg verantwortlich sei.
Immerhin versöhnlich stimmt, da dem behandelten Thema nun doch einmal angemessen, das Ende der Geschichte. Die beiden Protagonisten entwickeln eben nicht fix freundschaftliche Beziehungen zueinander, um den Krieg als gemeine Veranstaltung böser Mächte im Hintergrund darzustellen, in den prinzipiell friedliche Menschen als Opfer verwickelt werden. Vielmehr entwickeln die beiden Figuren schon ganz allein und eigentlich losgelöst von dem ursprünglichen serbisch-bosnischen Konflikt, eine Feindschaft, die am Ende beide umbringen wird. Die Dummheit, die sinnlose Kriege am Leben erhält, ist eben nicht nur die Dummheit der Regierungen, wie man heute so gerne annimmt, sondern auch die Dummheit der Regierten!

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