
The Guilty
Dänemark 2018, Laufzeit: 88 Min., FSK 12
Regie: Gustav Möller
Darsteller: Jakob Cedergren, Jakob Ulrik Lohmann, Morten Thunbo
>> nfp-md.de/kino/the-guilty.html
Kopfkino
Matt513 (276), 07.11.2018
OK, seit 15 Minuten ist der Film unterwegs, ich sitze gespannt mit verschränkten Armen im Kinosessel, als ich merke, wie die Kuppe meines Zeigefingers schnell und nervös an meinem Oberarm hin und her kratzt. Wow. Habe ich so noch nie erlebt.
Den Begriff des Kammerspiels, allzu gern für Filme mit reduziertem Ensemble verwendet, wollte ich eigentlich vermeiden, aber am Ende ist es genau das. Bloß, das Besondere an Gustav Möllers Film – die Kammer ist der Kopf von Polizist Asgar. Abgesehen von ein paar Einzeilern im Hintergrund spielt sich alles zwischen seinen Ohren ab. Gleich mit seinem ersten abendfüllenden Film hat Möller einen Volltreffer gelandet. Ganz sparsam, aber höchst effektvoll inszeniert er seinen Thriller als ein Knäuel von Satzfragmenten, das sich erst peu à peu und dann höchst überraschend entwirrt. Jakob Cedergren setzt dies mit ebenso sparsamem Auftritt sehr überzeugend um. Sein Asgar ist wie die Labormaus im Labyrinth. Sein begrenztes Bild läßt ihn Entscheidungen mitunter in der Grauzone treffen, der guten Sache wegen; so wird er -gewollt oder nicht- Teil dieses Dramas. Hochspannend, ein Muß.
Schuldig
Raspa (407), 24.10.2018
Der Film hätte z.B. auch "Voices" heißen können, denn - fast wie ein Hörspiel - lebt er vor allem von den Stimmen, die man hört. Die filmischen Mittel sind auf ein Minimum reduziert, fast noch mehr als in den früheren Dogma - Filmen. Und doch ist "The Guilty" sehr spannend, zumal es mehrere unerwartete Wendungen gibt, die hier aber keinesfalls verraten werden dürfen ( Spoiler! ). Nur soviel: Schuldig ist hier - bis auf das kleine Mädchen natürlich - jeder der Beteiligten, und deshalb ist der Titel eben doch der passende.
In meiner Vorstellung war es ganz still, das Publikum war sehr gebannt, und das trotz der fehlenden heutzutage üblichen Effekte. Ein gutes Zeichen: Auch mit einer Spannung, die nur vom Dialog und dem überzeigenden Spiel des Hauptdarstellers lebt, kann man die Zuschauer immer noch packen.

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