Als Autor und Journalist ist Jan Weiler ja Wortmensch – da wundert kaum, dass er auch Neologismen erfindet: „Pubertier“ nannte er in einem früheren Bestseller wenig schmeichelhaft seine Tochter und andere aus Elternsicht anstrengenden Heranwachsenden. Nun trifft's gerechterweise die Eltern selbst: „Ältern“ mag sprachhistorisch durchaus nicht erst seit Weiler drin stecken, doch neu wirkt es schon: So recht stoßen lässt man sich doch ungern darauf, dass man als Vater oder Mutter aus Kindersicht alt ist. Wenn Tochter Carla auszieht, sieht Jan Weiler in seinem neuen Buch die Pros und Contras und resümiert realistisch: „Erziehungsaufgaben und Lastschriftaufträge erloschen.“ Vergleichsweise alt ist man halt. Relativ alt.
Jan Weiler: Die Ältern | 13.6. 18 Uhr | Waldbühne Hardt
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