Patrick Hahn verlässt Ende der Spielzeit als Generalmusikdirektor Wuppertal. Bereits im Dezember dirigierte er zum letzten Mal eine Vorstellung im Opernhaus. Mit der Aufführung der 6. Sinfonie von Gustav Mahler wird er sich Ende Juni vom Konzertleben verabschieden. Bis dahin zeichnet er für ein Großprojekt verantwortlich: Richard Wagners vierteiliges Bühnenfestspiel „Der Ring des Nibelungen“ für drei Tage und einen Vorabend konzertant. Nach Aufführungen von „Das Rheingold“ im Oktober, der „Walküre“ im Januar und von „Siegfried“ im Februar findet am 22. März der Vierteiler mit der „Götterdämmerung“ seinen Abschluss.
In diesem finalen Musikdrama des Rings werden die Hauptpersonen mit ihrem Schicksal konfrontiert. Held Siegfried wird durch Intrigen und einen Zaubertrank untreu. Das führt zum Verrat an seiner Geliebten Brünnhilde, seiner Ermordung durch Hagen und dem Untergang der Götter (Ragnarök) führt. Brünnhilde erkennt die Wahrheit, reinigt den Ring im Feuer und gibt ihn an die Rheintöchter zurück, während Walhall brennt. Mit der Vernichtung des verheerenden Rings und der Rückführung des Goldes an den Rhein schließt sich der Kreis. Nun kann eine neue Ära beginnen.
Konzertant wird der Ring selten aufgeführt. Es handelt sich um ein Gesamtkunstwerk, also um eine Einheit von Musik, Dichtung, Theater und bildender Kunst. Der Komponist schrieb genaue Bühnenanweisungen. Steht die Musik für sich alleine, gibt es visuelle Defizite. Um aus dieser Not eine Tugend zu machen, wurde Fabio Rickenmann als Dramaturg und Produktionsleiter engagiert. Er soll mittels Lichtdesign für eine der Handlung entsprechende Atmosphäre sorgen und es mit geschickter Personenführung nicht zu einer starr-statischen Aufführung kommen lassen.
Renommierte Sänger mit Wagner-Erfahrung konnten verpflichtet werden: Catherine Foster (Brünnhilde), Benjamin Bruns (Siegfried), Joachim Goltz (Gunther und Alberich), Sofia Fomina (Gutrune und Dritte Norn), Ain Anger (Hagen), Karen Cargill (Waltraute), Deniz Uzun (Erste Norn), Edith Grossman (Zweite Norn und Wellgunde), Juliana Zara (Woglinde) und Marta Herman (Floßhilde). Die Kölner Kartäuserkantorei unterstützt den Opernchor der Wuppertaler Bühnen. Dazu spielt unter Hahns Stabführung das Sinfonieorchester Wuppertal.
7. Sinfoniekonzert: Götterdämmerung | So 22.3. 16 Uhr | Historische Stadthalle | www.stadthalle.de
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