Brothers Grimm
Großbritannien/ Tschechien/ USA 2005, Laufzeit: 118 Min., FSK 12
Regie: Terry Gilliam
Darsteller: Matt Damon, Heath Ledger, Monica Bellucci, Lena Headey, Jonathan Pryce, Richard Ridings, Barbora Lukesova, Anna Rust, Radim Kalvoda, Martin Hofmann, Harry Gilliam, Miroslav Táborská, Roger Ashton-Griffiths, Marika Sarah Procházková, Mackenzie Crook, Rudolf Pellar, Hanus Bor, Ota Filip, Audrey Hamm, Annika Murjahn
Super!!
Irina (1), 30.10.2005
Wer die Ironie dieses wunderbaren Films verkennt, hat wirklich nichts in diesem Film verloren. Wer aber Spaß an den skurrilen Abenteuern á la "Sleepy Hollow" hat wird begeistert sein!
Fluch des Märchenwalds
otello7788 (554), 21.10.2005
Was denken sich eigentlich die Geldgeber eines solchen Filmes bei der Verpflichtung von Terry Gilliam? Haben sie sich keinen seiner Vorgängerfilme angesehen? Denn das, was ich gerade gesehen habe, waren nur noch "Gilliam" Reste. Das war meiner Meinung nach der verzweifelte Versuch einen ursprünglich überdrehten, abgefahrenen und anarchistischen Film zu "retten". Aber was haben die denn bei dem Regissseur anderes erwartet? Wer einen Ritter durch New York schickt und dort den heiligen Gral suchen lässt, wer den Aberwitz von Time Bandits und Brazil kennt, der kann doch nicht im Ernst eine Märchenversion des "Fluch der Karibik" erwarten.
In den Interviews mit ihm kann man im Subtext auch raushören, wie grausam das Ganze gewesen sein muss. Er hat mir während des Films fast leidgetan. Nur einige wenige Male blitzte der typische Witz auf (u.a.die Kröte und das Ende mit dem Kuss). Der Film leidet ganz massiv daran, daß er sich viel zu ernst nimmt. Und das kann ich mir beim besten Willen nicht als Terry Gilliams Absicht vorstellen. Was hätte ich für einen Ritter gegeben, hinter dem jemand Kokosnußhälften rhythmisch aneinanderschlägt...
Nur für Fans und für die so gerade annehmbar.
www.das-positiv.de
Cavaaaldi
mr. kurtzman (168), 10.10.2005
Wenn man bedenkt, dass wegen einer Plastiknase, die Matt Damon tragen sollte, beinahe der Film geplatzt wäre. Da hätte ich doch glatt einen lustigen Film verpasst. Hollywood kontra Terry Gilliam, die beiden Streithähne sind schon zusammen eine Kinogeschichte wert. Aber Matt Damon konnte den Regisseur überzeugen das Projekt aufrecht zu erhalten.
Wer eine reale Lebensgeschichte der Gebrüder Grimm erwartet, wäre hier im falschen Film. Gilliam kombiniert die ?Grimmis? mit seinen verrückten Phantasien und trockenen Humor, wie man ihn schon zu Monty Pythons Zeiten kannte. Ein Wort zu Peter Stormare, der jetzt endgülitg in meiner Hitliste meiner Lieblingsschauspieler eingetroffen ist. Ihn jetzt als sadistischen Folterspezialist aus Parma zu beobachten war einfach hörens- und sehenswert (unbedingt im Original). Ausserdem machen Spass, Jonathan Pryce als französicher General und sein eigener Punk-Diener.
Der Film erinnerte in der Tat etwas an Sleepy Hollow an dem aber Brothers Grimm kein bisschen rankommt. Ist aber vollkommen egal, Gilliam hat seinen Humor einfach nicht verloren und bereichert uns mit diesem Anarcho-Märchen.
Raaapunzel!
nothing (53), 30.09.2005
Das Zusammenstückeln bekannter Figuren und Zitate zu einem best of Grimms Märchen funktioniert leider überhaupt nicht, jedenfalls nicht so. Die Zitate sind völlig zusammenhangslos aneinander gereiht. Damit auch jeder Doofmann versteht, auf welches Märchen gerade angespielt wird, werden einem die Märchen per name dropping um die Ohren gehauen. Da reicht es nicht, dass Hänsel und Gretel ständig "Hänsel!" und "Gretel!" schreien, sie haben auch Angst vor dem "Pfefferkuchenhaus", das mit der Story leider rein gar nichts zu tun hat. Da man sich nicht auf irgendeine Handlung konzentrieren kann, macht einen das Herumgezappel der beiden Hauptdarsteller mächtig nervös. Die Special Effects sind das Einzige, das aus Grimms Zeiten zu stammen scheint. Da tröstet es kaum, dass die dumpfbackigen hinterwäldlerischen sauerkrautfressenden Deutschen neben den snobbisch-arroganten Franzosen und dem schmierigen Italiener noch gut aussehen. Dass Jonathan Pryce eine Nebenrolle spielt, erinnert nur an den grandiosen "Brazil" und lässt einen von besseren Zeiten träumen. Die "Story" hat mich teilweise an "Sleepy Hollow" erinnert, der aber um Längen besser war. Mein Tip: Lieber noch mal "Drei Nüsse für Aschenbrödel" im Fernsehen ansehen!
Hirn aus, Augen auf ...
gutzi (182), 29.09.2005
... und Ohren auf Durchzug. Dann geht's. Mal besser, mal schlechter.

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