„Das Finale unseres fossilen Feuerwerks kollabiert ausgerechnet mit einem China-Kracher.“ Den Satz zu Jürgen Beckers Programm kann man sich auf der Zunge zergehen lassen, verpackt er doch in wenigen Worten Klimakatastrophe, Kapitalismuskrise und Corona, wenn man denn die Asien-Metapher so verstehen darf. Intelligent und programmatisch ist der Mann halt immer gewesen, auch wenn der kölsche Tonfall ihn immer volkstümlicher wirken ließ als etwa in den „Mitternachtsspitzen“ seinen Kompagnon Wilfried Schmickler. Nicht zuletzt markierte er mit einem Extraprogramm in Wuppertal den Abschluss des Engelsjahrs. Optimismus versprühen will er bei allem Ärger aber doch: „So, da woll'n wir uns mal nen schönen Abend machen!“ heißt sein Auftritt in der Katt und lässt hoffen.
Jürgen Becker | Mi 16.2. 20 Uhr | Kattwinkelsche Fabrik | 02196 71 05 73
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