Zwei Bestsellerverfilmungen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, kommen an diesem Donnerstag in die Kinos. Julian Roman Pölsler verfilmt mit einer herausragenden Martina Gedeck Marlen Haushofers Roman „Die Wand“. Eine Frau steht im Wald und kommt nicht mehr heraus: Wie aus dem Nichts trennt sie eine unsichtbare, unzerstörbare Wand vom Rest der Welt. Die Frau ist geschockt – zu verstehen ist die Situation nicht. In den nächsten Tagen umkreist sie das Terrain, aber überall stößt sie irgendwann auf die Wand. Der Einsamkeit, der Unsicherheit, der Angst steht die Reichhaltigkeit der Natur gegenüber. Pölsler, der selber in der abgeschiedenen Bergwelt aufgewachsen ist, fängt im Wandel der Jahreszeiten die Schönheit und Zugewandtheit der Natur ebenso ein wie ihre Kargheit und ihr abweisendes Antlitz.
Entschieden handfester kommt Oliver Stones Thriller „Savages“ daher, ein Pulp-Streifen, dem Don Winslows Roman „Zeit des Zorns“ zugrunde liegt. „Savages“ spielt im bleihaltigen Drogensumpf der kalifornisch-mexikanischen Grenze. Zwei Freunde (Aaron Taylor-Johnson, Taylor Kitsch) leben vom Marihuana-Verkauf und teilen sich dieselbe Frau: Ophelia (Blake Lively). Eines Tages allerdings preschen eine Kartellchefin (Salma Hayek) und ihr Handlanger (Benicio Del Torro) in die verqualmte Idylle und machen Ärger. „Savages“ ist der stärkste Film von Oliver Stone seit 15 Jahren.
Oliver Horlait erzählt in „Ein griechischer Sommer“ von der Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Pelikan, während der Animationsfilm „Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa“ die folgenreiche Begegnung eines Jungen mit einer Giraffe schildert.
Außerdem neu in den Kinos: „96 Hours - Taken 2“ mit Liam Neeson, „Die Stooges - Drei Vollpfosten drehen ab“ der Farrellys, „Mann tut was Mann kann“ mit Wotan Wilke Möhring, und das Musikerdrama „Sparkle“.
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