Am Geburtstagsreigen beteiligen sich auch das Museum Ludwig in Köln und die Ausstellungsinstitute in Jüchen, Mönchengladbach und Siegen, was insgesamt doch etwas verwundert, schließlich ist Rheingold eine Art Konsortium privater Sammler unter der Leitung eines kommerziellen Kunstberaters und gewiss auch mit dem Anspruch auf Wertsteigerung. Was für die Anselm Kiefer-Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle kritisiert wurde – nämlich die Förderung privater Interessen mit öffentlichen Mitteln – wird nun stillschweigend ignoriert. Immerhin ist die Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf gut. Vor allem im Seitenlichtsaal mit der Betonung auf Joseph Beuys wird zugleich die Nähe zu Künstlern wie Broodthaers einerseits und seine Bedeutung für Georg Herold andererseits vertieft. Missglückt ist gegenüber im Kinosaal die Abteilung Malerei, wo zu viel seelenlos nebeneinander hängt und die Qualität leicht schwankend ist. Die Fotografie im Emporensaal stellt immerhin Beziehungen zwischen den wichtigen Positionen des Gefundenen und des Komponierten her. Ein Prinzip der Sammlung Rheingold ist es, im Kontext hiesiger institutioneller Ausstellungen zu kaufen. Dadurch bleiben – hier nun ausgestellt – solche Werke wie die Kinoplakate von Peter Doig oder ein großformatiges Gemälde von Joanne Greenbaum dem Rheinland erhalten. Und das ist doch schön.
„Juwelen im Rheingold“ | bis 25. November | Kunsthalle Düsseldorf | www.kunsthalle-duesseldorf.de
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