2015 wird uns noch eine Weile beschäftigen. Ob Terroranschläge oder Flüchtlingssituation, VW und Fifa-Skandal oder Deutschlands Beteiligung im Krieg gegen den IS – die Nachwehen dieser politisch-gesellschaftlichen Eruptionen werden uns auch 2016 auf Trab halten. Bei diesen Aussichten bleibt nur eines: Tanzen!
Ja, gemeint sind rhythmisch zur Musik zuckende Körper. Passives Posten von Katzenvideos war gestern, 2016 werden all die düsteren Aussichten aktiv weggetanzt. Ob Harlem Shake und Gangnam Style (soooo 2012) oder Flashmobs und Tanzdemos die Welt retten können, darf bezweifelt werden. Aber ein bisschen Beckenschütteln, Headbangen, Pogen, Moshen, Zappeln usw. macht die Welt sicherlich nicht schlechter. Frei nach Jamiroquais Dance-Hit „Canned Heat“:
„Dance, nothing left for me to do but dance /
Off these bad times I'm going through just dance“
Eine spontane Tanzdemo vor dem zuständigen Finanzamt eurer Wahl würde auch gut zu unserem Monatsthema GERECHT STEUERN passen. Dazu sprechen wir mit LISA PAUS, MdB für Bündnis90/Die Grünen, über unser Steuersystem und die Verwendung von Steuergeldern für soziale Gerechtigkeit.
Im Theater Dortmund ist eher Veitstanz angesagt. Horror-Spezi JÖRG BUTTGEREIT lässt für BESESSEN eine Dämonin im Linda-Blair-Outfit mit viel Kunstblut und Spucke über die Bühne berserkern. Der Verein TANZRAUSCHEN e.V. versucht sich an der Reanimation der Dance-on-Screen-Kultur und wo könnte diese besser gelingen als in der Pina Bausch-Stadt Wuppertal? Das INTERNATIONAL DANCE ON SCREEN-Festival bringt vom 28. bis 31.1. in der börse Choreografie in allen Formen auf der Leinwand.
Zwischen Windstille und Provokation bewegt sich Klaus-Martin Treder mit seiner aktuellen Ausstellung WHO GIVES A KEY, AND WHY?, zu sehen in der Galerie GRÖLLE PASS:PROJECTS. In der BUNDESKUNSTHALLE BONN widmet sich die Schau JAPANS LIEBE ZUM IMPRESSIONISMUS. VON MONET BIS RENOIR der Nippon-Connection westlicher Malermeister.
Von eher pessimistischer Grundstimmung ist unser Film des Monats ANOMALISA durchzogen. Charlie Kaufmanns Stop-Motion-Puppenspiel mausert sich aber zu einem emotional dichten Meisterwerk, das nicht nur Hochglanzanimationsfilme aussticht, sondern besser als jeder Realfilm ist. Spirituell wird es mit JULIA VON HEINZ‘ filmischer Adaption des Bestsellers „Ich bin dann mal weg“. Im Interview erklärt die Regisseurin, warum sie den Film im Grunde nur für Hape Kerkeling gedreht hat. Auch JÜRGEN PROCHNOW, im Januar gleich mit zwei Filmen im Kino vertreten, treffen wir zum Gespräch.
So schlecht sind die Aussichten dann doch nicht, und ich schließe mit den Worten des bekannten Lemuren-Königs Julien und dem Jahresmotto 2016: „Wackel mit die Huften, Baby!“
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