Lange Jahre war für Popfans klar, dass sie im August nach Köln kommen mussten: erst die Popkomm, dann als Nachfolger seit 2003 die c/o pop. Aber ausgerechnet zum 10. Jubiläum im letzten Jahr hatte man den Eindruck, dass diese an ihre Grenzen gestoßen war. Das Booking war ein wenig einfallslos, der Termin im Juni entpuppte sich wegen allgemeinem Überangebot und Lernstress für die jungen Besucher auch leider nicht als unbedingter Glücksfall. Zu allem Überfluss war im Juni dann auch noch das Wetter schlecht.
Was macht man also in einem solchen Fall? Genau, einen Neustart. Den hat auch die c/o pop gewagt, und siehe da, es scheint ihr gut zu tun. Als erstes fällt auf, dass sie ihr Programm entschlackt hat. Anstatt noch die kleinste Bühne der Stadt bespielen zu wollen, konzentriert sich die c/o pop auf wenige Spielorte. So richtig schlimm ist das nicht, denn die örtlichen Clubs machen ja eh weiter im Programm, und das ist auch unabhängig von der Popversammlung einen Besuch wert. Ansonsten scheint man sich bei der c/o pop endgültig vom Fokus auf elektronische Musik verabschiedet zu haben.
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Blutig und beklemmend
Premiere der Oper „The Lodger“ von Phyllis Tate im Opernhaus – Bühne 4/26
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