Das Schweigen der Lämmer ist Kinogeschichte. Ab heute erobert das Schweigen eines Schweins die Leinwand. Das Problem in „Das Schwein von Gaza“ liegt aber eben darin, dass es so schwer ist, ein Schwein zu verstecken, vor allem wenn es sich entlang der palästinensisch-israelischen Grenze bewegt. Denn hierin sind sich die Streithähne einig: Schwein ist tabu. Regisseur Sylvain Estebal kam die Idee über einen palästinensischen Fischer, der plötzlich ein Schwein aus dem Meer auf sein Boot hieft und damit in zahlreiche Turbulenzen gerät, an einem Hafen in Montevideo, Uruguay. Dort sah er Schiffer zahlreiche Lämmer für das Schlachtfest aufladen. Die Vorstellung, dass dies Schweine wären, fand er „amüsant“ und dieses Bild habe er „nicht mehr vergessen“. So entstand die tierische Verwechslungskomödie, die auch nicht vor Themen wie dem Terrorismus Halt macht.
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