Nach „Midnight in Paris“ ist der 76jährige Stadtneurotiker Woody Allen in Italien angekommen und widmet sich vergleichbar nostalgisch der ewigen Stadt. Als Opernregisseur im Ruhestand besucht er mit seiner Frau (Judy Davis) die Tochter und den Schwiegersohn in spe. Allerlei weitere Charaktere leben und geistern in und durch die Stadt: Ein Architekturstudent (Jesse Eisenberg) verguckt sich in die Freundin (Ellen Page) seiner Freundin (Greta Gerwig) und wird auf seinem Irrweg von einem Architekten begleitet (Alec Baldwin). An anderer Stelle kommt Biedermann Leopoldo (Roberto Benigni) unverhofft zu Starruhm und kann sich schon bald nicht mehr der Paparazzi-Schar erwehren. „To Rome with Love“ ist ein turbulenter, dialogfreudiger Episodenreigen, den Allen mit sommerlichen Bildern und verträumt touristischem Blick einfängt. Mit Auftritten von Ornella Muti und Giuliano Gemma funktioniert der Film auch als wundervolle Hommage ans italienische Kino der sechziger und siebziger Jahre.
In einer Stretchlimousine gleitet Monsieur Oscar (Denis Lavant) durch Paris, um zwischendurch die verschiedensten Rollen auszufüllen. Als Bänker, Familienvater, Sterbender, Mörder, Monster à la Mr. Hyde trifft er dabei auf Eva Mendes, Kylie Minogue und Michel Piccoli. „Holy Motors“, das neue, starbesetzte Meisterwerk von Léos Carax („Die Liebenden von Pont-Neuf“), ist eine zu Herzen gehende Träumerei über das Kino und die Menschen, die Großstadt und das wahre Leben. Ein brutales, urkomisches, anarchisches, surreales, und dabei höchst selbstreflexives Kino der Attraktionen. Völlig entgrenzt und dabei ebenso wild wie wunderbar.
Außerdem neu in den Kinos: Chuck Norris stößt zu Sylvester Stallone in „The Expendables 2“, Ryan Guzman tanzt mit Kathryn McCormick in „Step Up: Miami Heat“. Um altbekannte Rollenklischees drehen sich die Komödien „Denk wie ein Mann“ und „Dating Lanzelot“. Für Kinder starten die Abenteuerfilme „Zambezia“ und „Schatzritter“.
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