Der 21. Juli ist bei uns quasi Nationalfeiertag. Zum 65. Mal jährte sich 2015 der Tag, als Elefantentussi Tuffi aus der Schwebebahn in die Wupper plumpste. Weil jede/r die Story kennt, folgt nun stattdessen eine Bestandsaufnahme des Wortpartikels tuff.
Das Substantiv Tuff stammt vom lateinischen tofus, bzw. dem italienischen tufo ab und bezeichnet Vulkangestein. Außerdem existieren auch Kalktuff, sowie eine US-
amerikanische Glamrockband selben Namens und der norwegische Skispringer Stein Henrik Tuff. Der Kreis schließt sich mit Liedgut der Blödelbarden Die Doofen, die in „Tuff, tuff, tuff – wir fahren in den Puff“ auch Wuppertal besingen, weil es sich so schön auf – Sie ahnen es – „Bumslokal“ reimt.
Dieses Resultat einer 30-sekündigen Recherche wäre ohne die digitale Wunderwelt des WWW kaum möglich gewesen. Negative Schattenseiten globaler Vernetzung sind aber z.B. Cybermobbing und Cyberkriminalität, denen wir uns mit unserem Monatsthema DIGITALIS widmen. MORITZ FREIHERR KNIGGE klärt uns im Interview über Netiquette auf.
Verbal schnoddrig machen wir weiter: Um nachhaltige und energieeffiziente Wärme aus Brack- und Kackwasser geht es nämlich auf unseren GRÜNEN SEITEN. Ein Modell, das auch im wasserreichen Tal sinnvoll wäre. Etwas Wasser den Rhein runter gelaufen ist auch seit unserem Interview mit FRANÇOIS-XAVIER ROTH. Der künftige Gürzenich-Kapellmeister und GMD der Stadt Köln erklärte uns, wie er ein neues Publikum und insbesondere die Jugend für die klassische Musik und die Oper gewinnen will. Jetzt ist die für November geplante Wiedereröffnung der Oper allerdings erstmal geplatzt und es wird eine besondere Herausforderung für den aus Paris kommenden Roth, seine künstlerischen Pläne auch ohne fertiges Opernhaus umzusetzen.
Von Tuff zu FRIEDERIKE RUFF. In der Galerie GRÖLLE pass:projects ist die Ausstellung „now and nothing“ der zeitgenössischen Künstlerin zu sehen. Zeit spielt auch in der Ausstellung zu JOAN MIRÓ in der Kunstsammlung NRW K20 in Düsseldorf eine Rolle, da sie den Maler mit bedeutenden Dichtern seiner Epoche kontextualisiert.
Anachronistisch wirkt unser Film des Monats SLOW WEST, ein Regiedebüt voller surrealer Momente von John Maclean. Ungewöhnlich kostbar machen diesen Neo-Western nicht nur der toughe (nicht tuffe!) Michael Fassbender, sondern die Balance zwischen Gewalt und Humor, Spannung und Leichtigkeit. Warum auch „About a Girl“ humoristische Leichtigkeit versprüht, obwohl es um eine suizidgefährdete Teenagerin geht, verrät HEIKE MAKATSCH im Interview.
Ende Juni ist auch wieder die beliebte Open-Air-Reihe TALFLIMMERN gestartet. Mit unserer Rubrik Foyer waren wir bei der ausverkauften Preview von TAXI TEHERAN dabei. Der August ist auch ein Monat cineastischer Sonderevents. Den Auftakt machen die STUMMFILMTAGE Bonn (6.-16.8.), vom 19.-23.8. findet SOUNDTRACK_COLOGNE in Koop mit der c/o pop statt und das Filmforum NRW im Museum Ludwig widmet sich noch bis Dezember mit seinen „Filmgeschichten“ dem Themenkomplex Geld.
So, jetzt aber Schluff...äh, Schluss für heute.
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