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Frost/Nixon

Frost/Nixon
USA 2008, Laufzeit: 122 Min., FSK 6
Regie: Ron Howard
Darsteller: Michael Sheen, Kevin Bacon, Frank Langella, Rebecca Hall, Toby Jones, Matthew Macfadyen, Oliver Platt, Sam Rockwell

Meine Meinung zu diesem Film

Jetzt schon...
Cinemoenti (173), 22.02.2009

...einer meiner Favoriten des Kinojahres. Unbedingt ansehen!
Bitte einen Oscar für Herrn Langella!!!

Unrühmlich
otello7788 (554), 10.02.2009

F/N baut seine Spannung über 100 Minuten auf. So ist die erste Stunde eher zäh geraten. Um dann zum Ende hin spannungsmässig förmlich zu explodieren. Das letzte Interview von Nixon kann es mit jedem Thriller der Filmgeschichte aufnehmen. Es ist Frosts Verdienst, daß Nixon zumindest für 5 Minuten alle seine höchst perfekten Masken fallen läßt und einmal (vielleicht das einzige Mal) öffentlich als Mensch erscheint.

R.Nixon ist in meinen Augen fast eine faszinierende, tragische "Shakespeare" Figur. Seine Rolle in der Beendigung des kalten Krieges kann man nur sehr positiv bewerten. Der Mann hätte einer der größten Präsidenten der USA werden können, wenn er den Vietnamkrieg zwei Jahre früher beendet hätte, den er ja auch nicht begonnen hat. Leider war seine Hybris größer als sein Friedenswille. Daran ist nicht nur er selber gescheitert, sondern er hat den Tod Tausender GIs und Millionen Kambodschanern, Laoten und Vietnamesen mit zu verantworten. Dagegen ist Watergate ein Ladendiebstahl.

www.das-positiv.de

Champion And Challenger
Raspa (354), 08.02.2009

Obgleich dies ein Film ist, dessen Handlung eher an ein Theaterstück erinnert, wirkt er in keiner Minute langweilig. Die politische Atmosphäre der 70er Jahre ist genau getroffen, die Auseinandersetzung zwischen dem Nixon- und dem Frost-Lager erzeugt eine ständig zunehmende Spannung. Die Charaktere selbst ziehen den Vergleich zwischen der Interviewreihe und einem Boxkampf zwischen dem Champion und seinem Herausforderer. Wie es dem Champion gebührt, so führt Nixon über weite Strecken diesen Kampf: Mit der ganzen Routine des mit allen Wassern gewaschenen Meisters, der seinen Gegner vorführen will. Aber wie beim Boxen, so kann es auch im Interview geschehen, dass der klar nach Punkten Führende für einen Moment die Deckung vernachlässigt. Auf diesen entscheidenden Augenblick steuert Frost/Nixon unaufhaltsam zu. Und diesem Duell zuzuschauen ist nicht nur gedanklich anregend, sondern auch sehr unterhaltsam.

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