Freitag, 21. Februar: Ganz in der Nähe des Oberhausener Einkaufszentrums CentrO, gleich neben dem bekannten SeaLife-Abenteuerpark und dem AquaPark, findet sich das in Deutschland bislang einmalige Spionagemuseum „Top Secret“. Die Erlebnisausstellung um die „geheime Welt der Spionage“ bietet auf 2000 Quadratmetern und in achtzehn Themenbereichen rund ums Jahr für Groß und Klein jede Menge interessanter Einblicke in Agentenbüros, Waffentechnik, Entschlüsselungsmechanismen oder Abhörpraktiken. Nun hat im Oberhausener Museum zudem eine Sonderausstellung zum Spezialgebiet „James Bond“ eröffnet, die noch bis zum 6. April in eine fiktive Parallelwelt entführt, die mit echten Spionen herzlich wenig zu tun hat, dafür beim Großteil des Publikums wesentlich bekannter und auch beliebter sein dürfte.
Zur Ausstellungseröffnung am 21. Februar 2014 lud Inhaber Ingo Mersmann einige prominente Gesprächspartner zur Pressekonferenz. Der seit Januar 2014 als alleiniger Geschäftsführer des Museums fungierende ehemalige BND-Mitarbeiter hatte es geschafft, Dietmar Wunder als Stargast nach Oberhausen zu locken. Der gelernte Schauspieler arbeitet seit etlichen Jahren auch in der Synchronbranche und ist seit 2006 und dem Film „James Bond – Casino Royale“ die deutsche Stimme des aktuellen Bond-Darstellers Daniel Craig. Wunder erläuterte, dass es ihm als Schauspieler gefalle, „in Charaktere hineinzuschlüpfen, die mit einem normalen Menschen nicht viel zu tun haben“. Seit er stimmlich zu der beliebten Rolle gekommen ist, haben sich für ihn viele neue Möglichkeiten ergeben. Er wird nun als Moderator für James-Bond-Filmabende angefragt, auch sein Name ist bekannter geworden, selbst innerhalb der Branche.
Ein Großteil der 500 Exponate, die nun zusätzlich bei „Top Secret“ zu sehen sind, stammt aus der Privatsammlung des James-Bond-Fans Jürgen Hinz. Dessen Leidenschaft begann im Alter von sechs oder sieben Jahren, als er ein kleines James-Bond-Modellauto geschenkt bekam. Vor 20 Jahren professionalisierte der heute 50-Jährige seine Sammelleidenschaft und hat es inzwischen auf rund 700 Einzelstücke gebracht, von denen ein Großteil in der Ausstellung in 25 Vitrinen bewundert werden kann. Neben einem Bond-Schachbrett mit handbemalten Figuren aus den Filmen finden sich hier auch etliche von Hinz persönlich gesammelte Autogramme der Darsteller, der Übungshut des „Goldfinger“-Schurken Oddjobb oder die goldene Pistole aus „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Jürgen Hinz findet vor allem James Bond als Figur interessant, liebt die tollen Autos und das Exotische der Geschichten, die sich zudem fortlaufend über mehrere Filme hinweg erstrecken. Vielen dürfte es ähnlich gehen, weswegen man jedem Bond-Fan die Ausstellung in Oberhausen nur wärmstens empfehlen kann.
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