Mal gewinnt man, mal verliert man. Das ist auch im Tal nicht anders, damit muss man sich abfinden. Auf der Habenseite stand im August ein mittelalterlicher Holzschnitt Albrecht Dürers. Studierende entdeckten das wertvolle Original beim Inventarisieren einer Kunstsammlung der Wuppertaler Garten und Landschaftsarchitekten Rose und Gustav Wörne. Zudem stellte die hiesige Polizei Marihuana mit einem Marktwert im fünfstelligen Bereich zufällig sicher, als sie wegen eines Beziehungsstreits anrücken musste…wenn zweisich streiten.
Im gleichen Monat verlor die Stadt aber auch mit der temporär defekten Schwebebahn für einige Tage eine wichtige Verkehrsader und der JVA Ronsdorf gingen mal so eben 1000 Schuss Munition verlustig. „Die sind weg“, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wuppertal Mitte August lapidar der WAZ.
Wenn die mal nicht der Russe hat. Oder der Ukrainer. Oder der sogenannte IS, oder Erdogan oder der NSU oder andere Spinner… es gibt so viele Möglichkeiten. Für unser Monatsthema BRÜDERLICHKEIT schauen wir aber nur auf den andauernden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine – auch eine Art Bruderkrieg – und sprechen dazu mit dem Völkerrechtler Johannes Posth. Der Blick in die russische Exklave Kaliningrad, wo der kleine Grenzverkehr für eine Völkerverständigung durch Konsum zwischen Polen und Russen führt, ist ein kleiner Hoffnungsschimmer. Mehr dazu in unserem Europa-Text.
Weitere Schwerpunkte zum Monatsthema gibt es bei unseren Partnermedien choices (Evolutionsvorteil Nächstenliebe & Brüderlichkeit im Dominikanerkloster) und trailer (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit heute? & David Schraven im Interview zu Aufklärung als Ideal im Journalismus) zu lesen.
Auf drängende Fragen unserer Zeit geht auch VALÉRIE FAVRE mit ihrer Malerei ein, etwa auf 9/11, Genderthemen oder die Flüchtlingskrise. In der Kunsthalle Barmen gibt ihre Ausstellung einen furiosen Einblick in ihre jüngste Malerei.
Unsere Nahaufnahme zeigt diesmal die Restauratorin und Schneidermeisterin LAURA VALENTE in ihrer Werkstatt.
Unser Film des Monats 24 WOCHEN von Anne Zohra Berrached ist ein Plädoyer für Empathie und Respekt mit und vor Eltern, die vor der einsamen Entscheidung stehen, wie sie mit der Diagnose Down-Syndrom ihres ungeborenen Kindes umgehen.
Behinderung und Normalität sind auch zentrale Themen von „Ziemlich beste Freunde“, mit dem FRANÇOIS CLUZET den bis dato größten französischen Kassenerfolg landete. Wir sprechen mit ihm über seine Rolle in „Der Landarzt von Chaussy“ und die Chemie zwischen Schauspielern.
Körperliche Beeinträchtigungen thematisiert auch „Auf Augenhöhe“, in dem es um die Beziehung zwischen einem kleinwüchsigen Vater und seinem Sohn geht. Wir treffen das Regieduo Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf anlässlich ihres Spielfilm-Debüts zum Gespräch zum Film.
Wenn ihr zufällig 1000 Schuß Munition findet solltet – vergrabt sie irgendwo oder versenkt sie in der Wupper. Es gibt auch so schon genug Elend auf der Welt.
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