Jin-Roh
Japan 1999, Laufzeit: 98 Min.
Regie: Hiroyuki Okiura
Nichts für zarte Gemüter
asrael (6), 05.09.2005
Vor dem Hintergrund einer Polit-Intrige in einem Polizei-Staat lernen sich ein Elite-Polizist und eine (sogenannte) Terroristin kennen. Es entwickelt sich eine zarte Freundschaft, die damit ja eigentlich schon zur Hoffnungslosigkeit verdammt ist. Und doch wagen sie sie. Bis zur eigentlich unvermeidlichen Konsequenz: Sie wird von seinen Kollegen getötet. Dabei offenbart sich die ganze Perversion der politischen Intrige, in der beide kaum mehr als Marionetten waren: Sie mußte nicht sterben, weil sie Terroristin war (ob das stimmt, spielt für die Drahtzieher auch garkeine Rolle), sondern wurde ermordet, weil sie als Überlebende von einer anderen Partei (im Staatsapparat) hätte gefunden und ausgenutzt werden können.
Ein sehr intensiver, deprimierender Film. Der Protagonist erduldet seine Rolle ohne jammern. Und doch leidet man mit ihm. Und man bemitleidet ihn - zumindest zum Schluß, wo bei der Ermordung seiner Freundin klar wird, daß er doch ganz zur Wolfsbrigade gehört: er vergießt keine Träne. Bis dahin konnte man noch hoffen, daß das Trauma, die Schwester seiner Freundin in einer Bombenexplosion unmittelbar vor sich sterben zu sehen, ihn wachgerüttelt hätte.
Daß es ein Zeichentrickfilm ist, wundert einen - gerade wegen der Thematik - erstmal, aber es gibt auch ein paar extrem brutale Szenen, die zu zeigen man sich im Realfilm vielleicht garnicht getraut hätte: die "Einfachheit" von Zeichnungen kaschiert doch einige der häßlichen Details.

„Es geht vor allem um Selbstermächtigung“
Regisseur Markus Schleinzer über „Rose“ – Gespräch zum Film 05/26
Die Hose als Freiheit
NRW-Premiere von „Rose“ im Düsseldorfer Cinema – Foyer 04/26
Spielzimmer für neue Impulse
20-jähriges Jubiläum des Kölner Filmforums – Foyer 04/26
„Kein großes Spektrum an Geschlechtsvielfalt“
Schauspielerin Caro Braun über „Rose“ – Roter Teppich 04/26
„Stromberg hat Relevanz für die heutige Zeit“
Ralf Husmann über „Stromberg – Wieder alles wie immer“ – Gespräch zum Film 12/25
Grenzenlos
10. European Arthouse Cinema Day – Festival 11/25
„Ich wollte mich auf eine Suche nach Kafka begeben“
Regisseurin Agnieszka Holland über „Franz K.“ – Gespräch zum Film 10/25
Everytime
Start: 6.8.2026
The End Of Oak Street
Start: 13.8.2026
Spaziergang nach Syrakus
Start: 20.8.2026
A Sad and Beautiful World
Start: 20.8.2026
Im Spiegel meiner Mutter
Start: 20.8.2026
Das Ende der Sterne
Start: 27.8.2026
Vaterland
Start: 3.9.2026
Diamanti
Start: 3.9.2026
Frühstück bei Audrey
Start: 10.9.2026
Gentle Monster
Start: 17.9.2026
Das geträumte Abenteuer
Start: 24.9.2026
Digger
Start: 1.10.2026
Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte
Start: 15.10.2026
Wild Horse Nine
Start: 12.11.2026
Identitti
Start: 12.11.2026
Dune: Part Three
Start: 17.12.2026
Werwulf
Start: 7.1.2027
„Es ist vertraut, aber dennoch spannend“
Schauspielerin Barbara Auer über „Miroirs No. 3“ – Roter Teppich 09/25