The Boss of It All
Dänemark/Schweden/Frankreich 2006, Laufzeit: 99 Min., FSK 16
Regie: Lars von Trier
Darsteller: Jens Albinus, Fridrik Thor Fridriksson, Peter Gantzler, Iben Hjejle, Jean-Marc Barr, Benedikt Erlingsson, Sofie Gråbøl, Anders Hove
Ravn ist der Boss einer IT-Firma. Er tut aber lieber so, als sei auch er nur ein netter kleiner Angestellter. Als der Firmenverkauf ansteht, heuert er einen Schauspieler an, den „Boss of it all“ zu mimen.
Lars von Trier erfindet sich gerne mit jedem Film neu. Das ist ihm wieder einmal gelungen. Am ehesten ist diese Komödie, die ähnlich wie „The five Obstructions“ eine Art unspektakuläres Zwischenspiel in seinem Werk darstellt, mit seiner Krankenhaus-Soap „Geister“ („The Kingdom“) zu vergleichen. Machtstrukturen werden hier mit bestem Trier-Humor dekonstruiert. Die Metaebene gibts wie immer gratis dazu: „You are the actor, Im the director“ sagt der Chef zum Schauspieler-Boss und redet zugleich über das Verhältnis von Regisseur und Darsteller. Denn Letzteren versucht Ersterer, also Trier, immer zu beherrschen. Dieses Mal hat er sich ein perfides Computerprogramm ausgesucht, das den Ausschnitt per Zufall wählt. Der Schauspieler muss also immens flexibel sein und immer mit allem rechnen. Hallo Arbeitswelt!
(Christian Meyer)

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