Als der iranische Automechaniker Vahid meint, seinen einstigen Folterer wiederzuerkennen, entführt er ihn. Getrieben von Rache sucht er weitere ehemalige Häftlinge auf, in der Hoffnung, den Gefangenen identifizieren und zur Rechenschaft ziehen zu können. Die Erlebnisse anderer Mithäftlinge während seiner zweiten Haftzeit inspirierten Jafar Panahi („Taxi Teheran“) zu dem Drama „Ein einfacher Unfall“, in dem er die Frage stellt: Was würde passieren, wenn jemand, zurück in Freiheit, seinem Folterer wiederbegegnet? Das Drehbuch wirkt dabei zum einen seltsam hölzern und konstruiert. Zugleich findet Panahi intensive Plansequenzen, über die sein Drama relevante Konflikte diskutiert, wenn es Rachsucht und Humanismus kollidieren lässt oder Schuld und Gerechtigkeit verhandelt. In Cannes erhielt der Film die Goldene Palme.
Außerdem neu in den Kinos in und um Wuppertal: die Tragikomödie „Rental Family“ von Mitsuyo Miyazaki, der End-Endzeithriller „Greenland 2“ von Ric Roman Waugh, das Musiker-Drama „Song Sung Blue“ von Craig Brewer und das Bildungsabenteuer „Checker Tobi 3: Die heimliche Herrscherin der Erde“ von Antonia Simm.
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