Raúl (Leonardo Sbaraglia) hat als Autor und Regisseur seine besten Zeiten hinter sich: Die Arbeit an seinem neuen Manuskript verläuft schleppend. Darin kämpft Elsa (Bárbara Lennie) nach dem Tod ihrer Mutter mit Panikattacken und Trauer. Als Raúls Produzentin und enge Vertraute Mónica (Aitana Sánchez-Gijón) feststellt, dass er gnadenlos Vorfälle aus ihrem Privatleben für seine Arbeit nutzt, kommt es zwischen den beiden zum Streit. Pedro Almodóvar gilt als einer der bekanntesten Regisseure aus Spanien; mit „Alles über meine Mutter“ gewann er 2000 rund 40 Filmpreise, darunter einen Oscar und einen Golden Globe. Im Vergleich dazu enttäuscht „Bitteres Fest“ leider: Der spannende Ansatz der beiden Realitätsebenen dient einer künstlerischen Nabelschau, in der die dramaturgisch schwache Geschichte rund um Elsa dazu dient, Raúls nachlassendes Können zu veranschaulichen. Das ist zwar gelungene Selbstkritik, gleichzeitig aber etwas zäh.
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