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Forum.

Es gibt 273 Beiträge von Matt513

Der Pate

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Streckenweise erstaunlich schlechte Regie...

21.02.2012

Endlich habe ich diesen großen Film komplett und dazu auf der Leinwand gesehen. Vorneweg: Ein absolutes Muß! Brando und Pacino alleine, zwei absolute Giganten des Kinos in Höchstform, sind den Besuch jederzeit wert. In weiteren Rollen gefallen James Caan als Sonny, Richard S. Castellano als Clemenza und Al Lettieri als Sollozzo. Und selbst der gute alte Sterling Hayden als Officer McCluskey darf nicht fehlen. Zu dem Film gibt es genügend Empfehlungen. Auch die ausführlichen Szenen familiären Zusammenseins (Essen, immer wieder Essen, die Hochzeit, die Taufe, das Begräbnis) tragen dazu bei. An diesen Stellen ist der Film 100% authentisch.

Was mir auffiel, ist die teils auffällig schwache Regie in den Gewaltszenen. Die sind mitunter sehr stümperhaft inszeniert. Auch ohne scharfes Auge erkennt man, wie Geprügelte abheben, wenn sie geworfen werden, Gianni Russo als tobsüchtiger Ehemann und anschließend Caan als rächender Bruder allzu sichtbar daneben schlagen, Todesschützen daneben zielen oder tödlich Getroffene allzu theatralisch erstarren. Das hätte ich in einem derartigen Klassiker nicht erwartet.

Sunshine

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Atemberaubend

06.01.2012

Zunächst mal bin ich dankbar, einen weiteren tollen Film von Danny Boyle gesehen zu haben. Bei Ansicht seines breiten Schaffensspektrums muß ich sowieso sagen, daß ich ihn für einen der größten Regisseure der Gegenwart halte.

Wenn man auch sagen muß, daß man diesen bildgewaltigen Streifen unbedingt im Kino hätte schauen müssen, was mir leider nicht vergönnt war. Boyles präzise Regie und ungewöhnliche Einfälle verleihen auch diesem Film diese einzigartige Mischung aus erlebbarer Authenzität und geradezu hypnotischer Spannung. Das Ende im Weltraum ist das Atemberaubenste und gleichzeitig Prächtigste, was ich seit langem gesehen habe und reicht jederzeit an die bereits genannten Vorbilder heran. Die 'kitschige Schlußszene' (s.u.) mußte leider sein, um den Film schlüssig zu Ende zu erzählen. Auch ich muß sagen, daß der Subplot mit dem 5ten Passagier einfach zu wenig Haftung im Rest der Handlung besitzt. Da er diese aber auf den Höhepunkt zutreibt, wäre dies unbedingt erforderlich gewesen. So wirkt es etwas an den Haaren herbeigezogen.

Wie man den Sound als pathetische Technomucke (s.u.) abtun kann, na ja vielleicht kennt man sich nicht so aus. Ich fand den Sound perfekt passend. Und die Crew, die Entscheidungen rational ausdiskutiert und dabei ihr eigenes Leben jederzeit dem Missionsziel unterordnet, als disziplinlose Pfeifen (s.u.) zu bezeichnen, na ja, vielleicht lief der Film in einigen Kinos ja mit deleted scenes, die mir dann eben nicht bekannt sind.

Ganz großes Kino!

Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten

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Nett...

19.06.2011

...immerhin besser als gedacht, zeitweilig amüsant-gefällige Unterhaltung, handwerklich wie immer überzeugend, aber niemals ein Muß. Wer den Sparrowschen Wortwitz der ersten Teile genossen hat, sollte diesen meiden. Er würde enttäuscht. Die Dialoge sind ein Graus, disney-like fürs Familienpublikum glattgestriegelt, so wie dem 4. Teil ohnehin viele visuelle Kanten abgehen, die die Piratensaga bisher so sehenswert machten. Rush kommt langsam in die Jahre, Depp wirkt mimisch wie an die Kette gelegt, einzig Cruz kann durch ihre schiere Präsenz etwas retten. Und bitte - bloß nicht in 3D schauen. Der Film rechtfertigt an keiner Stelle den Aufpreis. Eine bodenlose Frechheit ist das. Dümmster Augenblick - der Kleriker zur Nixe, sie sei "anders". Meine Güte, war das doof.

Skyline

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Die große Parade der Filmzitate

13.05.2011

Independance Day, The Matrix, Mars Attacks, Alien, Krieg der Welten, Hellraiser, um nur die wichtigsten zu nennen, sowas von platt abgekupfert, das ganze schließlich mit einem Schuß Miami Vice zusammengerührt. Selbst für dieses Genre extrem wenig Handlung; mit viel Wusch und Peng geht die Menschheit drauf, das war's schon. Einzig die Figur des Hausangestellten Oliver gibt dem Film Ansätze von Format. Düsteres, total verschwurbeltes Ende.

Unglaublich, daß es zu dieser ausgelutschten Zitrone nächstes Jahr ein Sequel geben soll.

127 Hours

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Per aspera ad astra

26.02.2011

Klaustrophobischer Horrortrip. Eine hervorragende Arbeit ganz im Stile von Danny Boyle. Treibender Sound, hypnotische Bilder von exzellenter Kameraführung. Und auch ohne den echten Fall zu kennen, James Franco hat für seine Solo-Höllenfahrt völlig zu Recht die Oscar-Nominierung bekommen. Leichte Abstriche in der Dramaturgie; alles in allem eine cineastische Extremerfahrung. Unbedingt sehenswert.

True Grit

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Hart und gemein

25.02.2011

Kommt etwas langatmig in Gang, aber gut, es gilt ja auch die Charaktere zu entwickeln. Dann aber ein ausgezeichneter Film; nach dem intellektuellen A Serious Man sind die Coen Brothers wieder in der Spur. Ein hartes gemeines Stück Kino, großformatig und episch wie No Country For Old Men. Das OmU ist etwas anspruchsvoll zuzuhören, aber (den Trailern nach zu urteilen) trotzdem unbedingt der Synchronfassung vorzuziehen. Wie authentisch klänge der wilde Westen denn nur ohne diese verknarzten versoffenen Stimmen. Und Jeff Bridges ist ein Gigant! Alleine wegen ihm ist der Originalton ein Muß! Hailee Steinfeld mit 14 wie ein alter Profi. Matt Damon in diesem Triumvirat mimisch eher das Leichtgewicht.

Man muß Western nicht unbedingt mögen, um von True Grit begeistert zu sein. Der Film ist einfach brillant; soviel überraschendes und verrücktes schaffen wohl nur die Coens aus solch einem vermeintlich 'erschlossenen' Genre heraus.

Wahrlich, das wird ein spannender Sonntagabend in L.A. :)..

Black Swan

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All das Böse im Menschen

30.01.2011

Dieser Film spaltet mich etwas. Das ist die Geschichte einer malträtierten, getriebenen Kreatur, der in einer grauen Welt voller Neid und Leistungsdruck keine Zuflucht bleibt. Dies ist sehr eindrücklich und weitestgehend frei von Pathos in Szene gesetzt und macht BS ein Stück weit zu einem ganz großen Film.

Im weiteren Verlauf verliert dieser jedoch leider an künstlerischer Substanz. Aronofsky dachte bei der Wahl der Mittel wohl daran, auf Nummer sicher zu gehen, auf daß wirklich jeder verstehen möge, was denn nun gemeint ist. Ob er seinem Film mit den platten Schockeffekten sowie dem Einsatz von Computeranimation jedoch einen Gefallen getan hat, äh nun ja... Natalie Portman hat bis dahin das zerbrechliche, von Selbstzweifeln gepeinigte Wesen mit einer solchen Hingabe gespielt; da wäre zu erwarten gewesen, daß sie mit einem -an dieser Stelle- besseren Drehbuch ausgestattet die überzeugendere Lösung geliefert hätte. So jedoch stürzt die Illusion ein Stück weit in sich zusammen.

Der Film schafft dann noch ein furioses Finale, bei dem ich (warum auch immer) an The Wrestler denken mußte, auch wenn dieser ganz anders endet. Muß wohl am Regisseur liegen.

Drei

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Toller Film!

30.01.2011

Bravo Tom, so wollen wir deutsches Kino sehen! Ganz leicht setzt Tykwer ein überaus kontroverses Thema um, ohne Zeigefinger oder missionarischen Eifer, einfach so, der Geschichte wegen.

Und die nimmt einen gefangen, weil Striesow, Schipper und vor allem Sophie Rois als Trio absolut glaubwürdig sind und von Tykwer raffiniert ins Bild gesetzt werden. Minimale Abstriche sind allenfalls wegen der teils recht drastischen Darstellung zu machen (bevor das wer falsch versteht - damit waren die Standbilder vom operativen Eingriff am offenen Hodensack gemeint. Und nichts anderes!). Zum guten Gesamteindruck trägt nicht zuletzt auch der sehr gelungene Soundtrack bei, der dem Film diese entspannte Atmosphäre verleiht, wobei Bowies 'Major Tom' eine nette Pointe setzt.

Ich habe den Film übrigens ganz unvoreingenommen gesehen, muß aber sagen, daß ich in ihm keinerlei gesellschaftlich bedenkliche Tendenzen erkennen kann. Da fallen mir Äußerungen und Handlungen von Personen des öffentlichen Lebens ein, die ich wegen ihrer Wahrnehmung als gesellschaftliche Vorbilder als wesentlich problematischer einschätze. Wegen des begrenzten Sendungsradius (Programmkino ist ja -zum Glück- nicht die Domäne der breiten Masse) dürfte sich der zu erwartende Flurschaden ohnehin in Grenzen halten. Wenn überhaupt.

The Tourist

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Eine hübsche Postkarte von Venedig...

05.01.2011

...angenehme Farben und nette Motive schmeicheln dem Auge; das tut keinem weh, stellt die Wirklichkeit nicht unbedingt akkurat dar, aber nun, 'muß ja auch nicht. Neulich lief Das Leben der Anderen und ich war erneut von der wunderbaren und präzisen Arbeit v.Donnersmarcks angetan. Und nun das! The Tourist ist optisch gelungen, handwerklich ordentlich, ja, dabei aber erschreckend uninspiriert. Es baut sich rein gar nichts auf. Depp blaß; Jolie sphinxenhaft, selbst in Venedig wirkt ihre opulente Erscheinung viel zu aufgesetzt und dabei zu offensichtlich der Loren entliehen. Die dümmliche Konservenmusik nervt wie in einem italienischen B-Movie. Dem Film fehlt es an Originalität. Etwas, wodurch er im Gedächtnis hängenbleibt. So wirkt er wie das Werk eines talentierten Schülers, der nur die Meister kopiert und schrecklich konstruiert dazu.

Ist das der Preis, den man zahlen muß, wenn man es in Hollywood als Nichtamerikaner schaffen will? Wiegt der Oscar so wenig? Muß man seine ganze Ambition dem Mainstream opfern, sich dem Diktat des Marketings unterstellen, darf man nicht wagen? Florian, dann komm bitte zurück und mach für uns wieder einen 'deutschen' Film.

Enter the Void

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Um - Him - mels - willen!

29.08.2010

Eins vorweg: Das ist keine leichte Kost. Schon in den opening credits wird man visuell und akustisch geprügelt. Am Ende verläßt man das Kino und fühlt sich in die Ecke geworfen, benutzt, ausgepowert.

Und schafft man es schließlich zum Ausgang hinaus, hat man eine bedrückende, seltsam über allem dahinschwebende Reise hinter sich - durch den Rotlichtbezirk im nächtlichen Tokio sowie das Innenleben der Hauptfigur. Es sind weniger einzelne Schockszenen, die verstören, als vielmehr dieser in Bilder gesetzte Albdruck als ganzes, untermalt von einem apokalyptischen Soundtrack.

Noé bekennt, daß er 2001 und Eraserhead verschlungen hat, und von diesem Kaliber ist auch sein neuestes Werk. Man ist erst einmal froh, wenn man's hinter sich hat und doch ist EtV unbedingt sehenswert. Kino in dieser Intensität und Kompromißlosigkeit gibt's vielleicht nur alle 10 Jahre zu betrachten. Dieser Film bleibt im Gedächtnis hängen.

Zum Kino(!)besuch selbst: Haben Sie für alle Fälle eine Kopfschmerztablette sowie die Zigarette danach griffbereit. Und wenn ich noch diesen persönlichen Tip geben darf, schauen Sie ihn nach Möglichkeit übernächtigt und verkatert an. Das trägt ungemein zum psychedelischen Gesamterlebnis bei ;).

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