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OB-Kandidaten verraten, was sie für die Kinder geplant haben
Grafik: Marie-Thérèse GUIHAL / Fotolia

Haben Sie ein Wahlprogramm für Kinder?

26. August 2015

Die Kandidaten der OB-Wahlen in Wuppertal antworten

Anlässlich unseres Montasthemas WELTENKINDER und der OB-Wahl am 13.9., haben wir alle Wuppertaler OB-KandidatInnen gefragt: „Haben Sie ein Wahlprogramm für Kinder?“. Hier finden Sie ihre vollständigen Antworten.

 

KandidatInnen Wuppertal 


Peter Jung (OB-Wuppertal, CDU):

Ein explizites schriftliches Wahlprogramm für Kinder habe ich nicht auf-gestellt. In meinem 12-Punkte-Programm, das ich als Anlage beifüge, setze ich einen wesentlichen Schwerpunkt auf die Förderung von Familien mit Kindern, auf Bildung und die Zukunftsfähigkeit Wuppertals. Konkret:

– Ich werde den Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten fortführen; es werden neue Kindertagesstätten errichtet, damit wir 2017 40 % aller Kinder eine Betreuung unter drei Jahren anbieten können.
– Ich werde den Ausbau der Gruppen im offenen Ganztag in den Schulen vorantreiben.
– Wir werden weiter jährlich zwischen 30 bis 50 Mio. Euro in die Sanierung, Erweiterung und technische Ausstattung unserer Schulen investieren. 
– Ich werde die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Stadtverwaltung Wuppertal verbessern. Hierzu haben wir einen ganz konkreten Maßnahmenkatalog verbindlich vereinbart.
– Unsere Spielplätze in den Stadtbezirken werden nach einer vorliegenden Prioritätenliste sukzessive saniert und erneuert.
– Wir werden unseren Zoo weiter an Attraktivität steigern.
– Wir werden weiter Wohnraum zu günstigen Preisen für junge Familien anbieten.
– Ich werde eine Kindersprechstunde im Rathaus einrichten.


Gunhild Böth (Die Linke):

Ja, nämlich dass Kinder mehr Mitsprache erhalten, nicht nur durch die Bezirksjugendräte, sondern direkt z.B. bei der Umgestaltung ihrer Wohngebiete, bei  Spiel- und Freizeitmöglichkeiten. Selbst mitzureden ist das Beste, was Kinder tun können, denn ich weiß als Lehrerin, wie viele gute Ideen Kinder haben!

 

Andreas Mucke (SPD):

Familien sind in Wuppertal willkommen. Unsere Stadt bietet hervorragende Voraussetzungen für Familien: Grünflächen, Wälder, viele Angebote für Kinder, Jugendliche und günstiges Wohnen. Aber Familien mit kleinen und mittleren Einkommen müssen sich auch Freizeit leisten können. Daher setze ich mich für eine Familienkarte ein, die zumindest öffentliche Einrichtungen günstiger macht. Ich bin davon überzeugt, dass dies noch mehr Menschen in die Bäder, die Museen, den Zoo und zu den Bühnen lockt.

Ein großes Anliegen ist mir der Ausbau der Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren. Denn in Sachen Familienfreundlichkeit und Berufstätigkeit von Eltern sowie Unterstützung Alleinerziehender ist eine durchgehende zuverlässige Betreuung von klein auf zwingend notwendig.

Ein leistungsfähiges Bildungssystem ist eine zentrale Voraussetzung für gut ausgebildete Fachkräfte und eine positive Standortentwicklung. Frühzeitige und individuelle Förderung trägt nachhaltig dazu bei, Armut und Sozialkosten zu vermeiden. Wuppertal bietet unter dem Stichwort „Lebenslanges Lernen“ alle Chancen von der frühkindlichen Bildung über ein differenziertes und angebotsorientiertes Schulsystem, zahlreiche Möglichkeiten der berufsorientierten Bildung und Weiterbildung inklusive der Volkshochschule bis hin zur Bergischen Universität mit ihren hervorragendem Potenzial für Forschung und Bildung. Mein besonderes Augenmerk wird dem Erhalt und der Weiterentwicklung dieses breiten Bildungsangebots gelten.

Dies gilt auch für die Förderung des Sports in unserer Stadt. Ich setze mich dafür ein, dass Spiel-, Sport- und Bewegungsräume in Wuppertal verstärkt für gesundheitsfördernde Sport- und Freizeitaktivitäten aller Bevölkerungsgruppen genutzt werden können. Dies gilt insbesondere für unsere Kinder und Jugendlichen. Kommunale und vereinseigene Sportanlagen haben daher einen hohen Anteil an der Attraktivität und Lebensqualität der Stadt.

Die Armut in unserer Stadt muss mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, bekämpft werden. Armut ist kein hausgemachtes Problem. Sie zu bekämpfen, ist eine nationale Aufgabe! Wir brauchen natürlich dafür die Hilfe von Land und Bund.

Es ist für mich eine Herzenssache dafür einzutreten, dass wir alle kommunalen Möglichkeiten ausschöpfen, um solidarisch zu helfen. Mein Ziel ist es, dass die Wuppertaler Arbeitslosenquote nicht mehr über dem Bundesdurchschnitt liegt und dass nicht mehr jedes dritte Kind in Armut lebt. Prävention ist dabei ein ganz wichtiger Ansatzpunkt! Ich unterstütze alle Bemühungen, die dazu dienen, Beratungs- und Hilfsangebote zu erhalten, zu verstetigen und auszubauen. Sei es von staatlicher oder privater Seite.

 


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