
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Deutschland 2025, Laufzeit: 137 Min., FSK 6
Regie: Simon Verhoeven
Darsteller: Bruno Alexander, Senta Berger, Michael Wittenborn
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Buch und Film..
Das Auge (360), 07.03.2026
.. soll und kann man nicht vergleichen. Ich lese seit Jahren nicht mehr so viel wie zu früheren Zeiten, doch dieses Buch hatte mich mal wieder eingenommen. Das lag sicher auch daran, dass ich einen Sohn habe, der Schauspieler geworden ist und insofern die Dramatik der Bewerbungen an stattl. Hochschulen, die juvenilen Unsicherheiten, das Wechselspiel der Gefühle, Ängste, Triumphe und Niederlagen jahrelang miterlebt habe.
Der Film zeigt diese studentische Seite ausführlich, allerdings m. E. teils ein wenig überzogen.
Die Fülle der Themen des Buches versucht er aufzugreifen, allerdings habe ich eine ordnende Hand vermisst. Vieles wird angerissen aber nicht vertieft erzählt. So bleiben die Figuren etwas blass. Spezielles Thema, spezieller Film, kann man nicht jedem empfehlen.
Hochkomisch und tieftraurig...
Olli (96), 13.02.2026
...so überschrieb die Rheinische Post ihren Artikel zum Film. Und tatsächlich trifft das zu. Neugierig hat mich neben dem Beitrag in der Zeitung auch das Goethezitat des Filmtitels.
Man kann im Film herzlich lachen und, wenn man will, einige Tränchen vergießen. Es wurde mir in dem über zwei Stunden langen Film keine Minute langweilig. Und er ist aus meiner Sicht trotz emotionalen Szenen nicht in Kitsch abgedriftet. Die Schauspieler waren toll. Allen voran ist hier Bruno Alexander zu nennen, der hervorragend alle seelischen Zustände des jungen Protagonisten Joachim widerspiegelt. Beim Spiel von Santa Berger kommt immer wieder die ehemalige Lehrerin an der Falckenberg-Schauspielschule durch: Herrlich!
In einer Nebenrolle habe ich einen meiner Lieblingsschauspieler, Tom Schilling, entdeckt. Also rundum ein angenehmes Kinoerlebnis.

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