Birthday Girl
Großbritannien 2001, FSK 12
Regie: Jez Butterworth
Darsteller: Nicole Kidman, Ben Chaplin, Mathieu Kassovitz, Vincent Cassel, Kate Evans
Das Internet bietet schier unergründliche Möglichkeiten, befriedigt selbst die merkwürdigsten Bedürfnisse und lässt die Welt zum globalen Dorf werden. Ihre Wünsche mehr und mehr ins World Wide Web verlagernd, ordert die Dotcom-Gesellschaft per Tastendruck alles, was das Herz begehrt, selbst eine Braut aus dem fernen Russland ist problemlos "importierbar".Nadja (Nicole Kidman) ist so eine Braut, und sie befindet sich auf direktem Weg zu ihrem Empfänger, dem englischen Banker John Buckingham (Ben Chaplin). Obwohl Nadja kein Wort Englisch spricht und John mit dem Russischen ebenso wenig einen Vertrag hat, kommt man sich über die internationale Köpersprache näher. Was trotz aller Kommunikationsprobleme in ein Happy End zu münden scheint, wird durch die Ankunft von Nadjas Cousin Alexei (Mathieu Kassovitz) und dessen Freund Yuri (Vincent Cassel) jäh gestört. Die Liebesgeschichte verwandelt sich in ein Drama, das Leben wird zur Achterbahn."Birthday Girl" verzichtet auf jegliche dem Genre naturgemäß anverwandte Plot-Twists und besticht stattdessen durch seine Transparenz und Direktheit. Obgleich der Geschichte eine etwas verhaltenere Inszenierung gut getan hätte, kommt der interessierte Zuschauer allemal auf seine Kosten, kann sich am lebendigen Zusammenspiel der beiden Hauptakteure erfreuen und erhält an den besten Stellen gar einen Eindruck vom subversiven britischen Einfluss auf das gegenwärtige Weltkino.
(Dietmar Gröbing)

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