
Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit
USA 2026, Laufzeit: 145 Min., FSK 12
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Emily Blunt, Josh O'Connor, Colin Firth
>> www.upig.de/micro/disclosure-day-der-tag-der-wahrheit
The aliens again
Raspa (408), 27.06.2026
Ich habe vor 25 Jahren mal in meiner Kritik zu "A.I." Spielbergs Filme in minor und major works eingeteilt. Disclosure Day fällt leider recht eindeutig in die Kategorie der schwächeren Werke. Der Hypothese, von der Spielberg und sein Autor D. Koepp ausgehen, dass wir mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht alleine im Universum sind, kann ich durchaus zustimmen. Sie wird aber verknüpft mit einer Art Verschwörungstheorie: Schon 1946 seien Raumschiffe auf der Erde gekentert, deren Insassen festgenommen und dann gefoltert wurden, offenbar um ihnen technische und militärische Geheimnisse zu entlocken. Ein Geheimbund setzt nun alles daran, dass die Menschheit darüber nichte erfahren darf, einerseits wohl aus ökonomischen Interessen, andererseits weil die Menschheit die Information, dass es außerirdische Intelligenz gibt, angeblich nicht verkraften würde. Leider hat man das Gefühl, dass all das für Spielberg und Koepp nicht nur eine Art Arbeitshypothese ist, die man einfach akzeptieren muss, wie z.B. bei Zeitreisegeschichten, sondern dass sie diesen Schmarrn wirklich ernst nehmen. Von Ironie jedenfalls keine Spur.
Wie so oft gibt es nun einen tapferen Whistleblower, der alles aufdecken will und zusammen mit seiner Freundin von den bösen Mächten gejagt wird, was Gelegenheit zu mancherlei wilden Verfolgungsjagden gibt. Dieses Handwerk beherrscht Spielberg natürlich immer noch. Am Ende - Spoiler! - lernt man dann auch noch die putzigen Aliens kennen, die wie etwas größer geratene E.T.s wirken und natürlich sehr lieb und friedlich sind.
Fazit also: Mr Spielberg, Ihnen ist schon Besseres gelungen.

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