Große Mädchen weinen nicht
Deutschland 2002, Laufzeit: 92 Min., FSK 12
Regie: Maria von Heland
Darsteller: Anna Maria Mühe, Karoline Herfurth, Josefine Domes, Tilbert Strahl-Schäfer, David Winter, Stefan Kurt, Nina Petri, Chiara Steinmüller
Wenn zwei Frauen ihre Köpfe zusammen stecken, bleibt man(n) meist außen vor. So auch bei den 17-jährigen Teenagerinnen Steffi und Kati (hervorragend: Karoline Herfurth, Anna Maria Mühe), die durchaus ihre Probleme mit den Vertretern des männlichen Geschlechts haben. Bemerkbar macht sich jene Tatsache unter anderem am Beispiel von Steffis Vater (Stefan Kurt), der eine außereheliche Affäre hat und von seiner Tochter in flagranti ertappt wird. Die gräbt aus krankhafter Enttäuschung das Kriegsbeil aus, wandelt sich zur unnahbaren Intrigantin und rächt sich lustvoll an ihrer nächsten Umgebung. Selbst Kati hat in dieser Phase keinen Einfluss mehr auf ihre beste Freundin, läuft mit ihren Appellen gegen eine unsichtbare Wand.Freundschaft, Identitätssuche und Sexualität sind die bestimmenden Themen in Maria von Helands sehenswertem Jugenddrama, das seine Heldinnen in einer Übergangsphase zwischen Kindheit und Erwachsensein zeigt. Die Rituale beider Lebensabschnitte in diesem Fall Teddybär und Kondom agieren gleichberechtigt nebeneinander, ergänzen und befruchten sich, repräsentieren aber auch die Orientierungslosigkeit einer Generation, deren reales Leben zwangsläufig hinter den Versprechungen der Mode- und Medienindustrie zurückbleibt.
(Dietmar Gröbing)

„Es geht vor allem um Selbstermächtigung“
Regisseur Markus Schleinzer über „Rose“ – Gespräch zum Film 05/26
Die Hose als Freiheit
NRW-Premiere von „Rose“ im Düsseldorfer Cinema – Foyer 04/26
Spielzimmer für neue Impulse
20-jähriges Jubiläum des Kölner Filmforums – Foyer 04/26
„Kein großes Spektrum an Geschlechtsvielfalt“
Schauspielerin Caro Braun über „Rose“ – Roter Teppich 04/26
„Stromberg hat Relevanz für die heutige Zeit“
Ralf Husmann über „Stromberg – Wieder alles wie immer“ – Gespräch zum Film 12/25
Grenzenlos
10. European Arthouse Cinema Day – Festival 11/25
„Ich wollte mich auf eine Suche nach Kafka begeben“
Regisseurin Agnieszka Holland über „Franz K.“ – Gespräch zum Film 10/25
Die Odyssee
Start: 16.7.2026
Bitteres Fest
Start: 30.7.2026
The Invite
Start: 30.7.2026
The End Of Oak Street
Start: 13.8.2026
A Sad & Beautiful World
Start: 20.8.2026
Im Spiegel meiner Mutter
Start: 20.8.2026
Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte
Start: 27.8.2026
Vaterland
Start: 3.9.2026
Frühstück bei Audrey
Start: 10.9.2026
Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte
Start: 15.10.2026
Wild Horse Nine
Start: 12.11.2026
Identitti
Start: 12.11.2026
Dune: Part Three
Start: 17.12.2026
„Es ist vertraut, aber dennoch spannend“
Schauspielerin Barbara Auer über „Miroirs No. 3“ – Roter Teppich 09/25
„Das Leben ist absurd, nicht der Film“
Regisseur Elmar Imanov über „Der Kuss des Grashüpfers“ – Gespräch zum Film 08/25
Hagener Bühne für den Filmnachwuchs
„Eat My Shorts“ in der Stadthalle Hagen – Foyer 11/24
Zermürbte Gesellschaft
choices preview zu „Critical Zone“ im Odeon – Foyer 11/24
Die ganze Palette Kino
9. European Arthouse Cinema Day – Festival 11/24