Thumbsucker
USA 2004, Laufzeit: 97 Min., FSK 12
Regie: Mike Mills
Darsteller: Lou Taylor Pucci, Tilda Swinton, Vince Vaughn, Vincent D'Onofrio, Keanu Reeves, Benjamin Bratt, Kelli Garner, Chase Offerle
Der Nuckler
Kinokeule (541), 12.09.2007
Der 17-jährige Jason nuckelt gerne an seinem Daumen. Sein Vater ist selbst nie erwachsen geworden, die Mutter (hoch geschätzte Tilda Swinton) frustriert. Das führt schon mal zu Übersprungshandlungen.
Als es mit den Mädels und in der Schule nicht mehr so recht läuft, werden Jason Psychopharmaka verschrieben, die er freudig einwirft. Kurze Zeit später wird er zum Musterschüler und löst alle seine angeblichen Probleme in Nullkommanichts und wird zum glücklichen Menschen. Bis hierhin fand ich es sehr interessant.
Warum er dann plötzlich aufhört, die bunten Pillen zu schlucken, die angeblich wie Speed wirken, bleibt unklar. Ebenso, warum er zu kiffen anfängt, was ja bekanntlich den entgegen gewirkten Effekt bewirkt.
Apropos Speed: In einer Nebenrolle ist Keanu Reeves als spinnerter Zahnarzt zu sehen.
Im zweiten Teil verläuft sich der Film immer mehr. Nichts wirklich Spannendes geschieht mehr. Es wird etwas herumphilosophiert und dem Film soll eine Botschaft aufgesetzt werden. Lebe dein Leben ganz spontan (DU Darfst!) und stehe zu deinen Schwächen.
Und am End herrscht an allen Problemstellen Wohlgefallen. Und das ganz ohne Drogen.
(3 Sterne)

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