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Palau: Korallenschutz statt Massentourismus

06. Februar 2020

GuteNachrichten fürs Gemeinwohl

Als erster Staat verbietet Palau bestimmte Sonnencremes zum Schutz seiner berühmten Korallenriffe. Seit dem 1. Januar gilt das Verbot von insgesamt zehn Inhaltsstoffen auf dem Inselstaat im Pazifischen Ozean. Laut der „Internationalen Korallenriff-Initiative“ belegen mehrere wissenschaftliche Arbeiten, dass schon geringe Mengen von Chemikalien wie Oxybenzon und Octinoxat Korallen ausbleichen, anfälliger machen für Krankheiten oder für das Absterben der empfindlichen Korallen verantwortlich sind. Die genauen Wirkweisen sind noch nicht vollständig erforscht, Oxybenuon ist jedoch bereits in der EU verboten. Jährlich landen bis zu 14.000 Tonnen Sonnencreme in den Ozeanen und neben Korallen könnten auch Meereslebewesen wie Fische gefährdet sein – ihre Fruchtbarkeit könnte durch die Stoffe gesenkt werden. Das Einführen sowie der Verkauf der verbotenen Sonnencremes sind in Palau jetzt mit hohen Strafen bis zu rund 900 Euro belegt. Ähnliche Pläne gibt es ab 2021 auch für Hawaii.

Neben dem Verbot rief Palau zudem eines der größten Meeresschutzgebiete der Welt aus. In 80% der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Insel sind nun Fischfang und Rohstoffabbau verboten. Das beliebte Urlaubsziel umfasst 350 Inseln und liegt zwischen Australien und Japan. Viele Tourist*innen kommen insbesondere wegen seiner Unterwasserwelten und Korallenriffe. Schon seit Längerem verfolgt Palaus Regierung einen umweltschonenden Tourismus: Statt Massentourismus wird ein geregelter, exklusiver Tauchtourismus angestrebt, der es weiterhin ermöglicht den Nahrungsbedarf von Bewohnern und Touristen problemlos zu decken.

Katja Egler

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