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Brügge sehen... und sterben?

Brügge sehen... und sterben?
Großbritannien 2008, Laufzeit: 107 Min., FSK 16
Regie: Martin McDonagh
Darsteller: Colin Farrell, Ralph Fiennes, Brendan Gleeson, Clémence Poésy, Thekla Reuten, Jérémie Renier, Mark Donovan

Meine Meinung zu diesem Film

Ja....doch
Biggi (153), 24.10.2008

Nach meiner monatelangen Weigerung, den Film anzuschauen, hat mich eine geschätzte Bekannte überzeugt: der Film ist skurril, der ist etwas für dich. Tatsächlich habe ich ihn unter diesem Aspekt genossen - mit Abstrichen, zu viel fuck und shit und blood. Ansonsten haben die Darsteller der Blödmänner (die 2 Killer) gute Arbeit geleistet, die tumbe Geisteshaltung der Branche rüberzubringen. Das alte Gemäuer in Brügge bildet einen guten Gegenpol zur Thematik. Der Soundtrack ist meist gezielt, bedeutungsschwer eingesetzt (z. B. der "Leiermann" von Schubert).

Besondere Erwähnung gebührt Ralph Finnes, der den Fiesling Harry mit herrlicher Mimik und witzigen, abstrusen Dialogen pointiert darstellt, ein Highlight in dem Film.

Der Witz kam bei mir nach Verlassen des Kinos, da habe ich mehr gelacht, als während des Films. Das Kino war übrigens brechend voll mit jungen Leuten, aber gelacht wurde wenig.

Bloody good! Konsensfilm des Jahres!
elvisatan (12), 29.09.2008

Super Film! Spitzen Dialoge, schöner englischer Humor, Brendan Gleeson,Collin Farrell und das mittelalterliche Brügge in Bestform! Für ein Erstlingsspielfilm sehr erstaunlich!! Der Konsensfilm des Jahres!!

Fargo auf europäisch
pyth (3), 10.07.2008

Absolut genialer Film. Ich denke besonders geeignet für Liebhaber des eher surrealen Genres. Bedächtiger Filmaufbau, musikalische Untermalung vom Feinsten, reife Charakterdarstellung der Hauptfiguren und vor allem ein konsequent durchgezogenes Ende, was man sonst eigentlich nur von den Coen-Brüdern kennt. Dazu noch einige echt witzige Momente....was will man mehr!

Ne also......
elvis (77), 02.07.2008

das war doch kein Kinofilm!!! Dafür war die Kamera doch eher auf dem Niveau von nem Tatort. Ne echt war
und dazu ne total einschläfernde Storry die zum Schluss eben auch total unglaubwürdig und vorhersehbar daher kommt, weil vorher so ausfürlich geschildert wird, wer welchen Mist gebaut hat.
Also dafür gibts echt nur das goldene B :-)
Die Musik war eben nicht gut, weil sie zwar die ruhigen Szenen trägt, aber dann als Gegenpol absolut nicht sticht und so alles in einem Klassikbrei geradezu vernebelt. Die Nebendarsteller fand ich auch eher so lala, obwohl die ja echt was mit der ganzen Storry zu tun haben. Ne, ne.....

In Brügge sterben
otello7788 (543), 24.06.2008

Manche Filme funktionieren vom ersten Bild an. Die mystischen Cinemascope Bilder von Brügge, mit wunderbarer Klaviermusik unterlegt, haben mich schnell in ihren Bann gezogen. Für meine Empfindung hatte der Film auch keine Längen. Im Gegenteil, das ruhige Tempo gibt dem Film eine Tiefe, die Filme dieses Genres in der Regel nicht haben. Brendan Gleesons Figur trägt den Film. Farrell und Fiennes ergänzen eine sehr gute Besetzung. Sehr guter Film. Und der Soundtrack ist übrigens auch vom Feinsten.

Blutiges Brügge
Colonia (683), 17.06.2008

Nein, das ist wahrlich keine Komödie. Das ist ein Drama mit einigen wenigen komödiantischen Elementen. Ein Drama mit Längen, aber doch ein sehenswerter Film. Erst am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Aber vielleicht muss die Handlung dafür zuvor so ruhig und schleppend vor sich hin dümpeln. Damit man das Ende um so mehr genießen kann.

Komödie?
Tom DeVille (5), 13.06.2008

Meiner Ansicht nach zu düster und depressiv, um als Komödie durchgehen zu können. Also nicht zu empfehlen, wenn man schlecht drauf ist und etwas sucht, um sich aufzuheitern.

Liebes armes Brügge,
woelffchen (584), 26.05.2008

Du hast es nicht verdient, daß innerhalb Deiner prachtvollen Mauern ein derart schwacher Film gedreht wurde, der auch noch Deinen Namen in billiger Kolportierung des "Napoli videre e poi morire" mißbraucht, auf der Grundlage eines hanebüchenen Drehbuchs mit logischen und psychologischen Ungereimtheiten und - kein Wunder auf dieser Basis - weitgehend schwachen schauspielerischen Leistungen. Alles in allem ein recht dürftiges Produkt - eine Beleidigung Deiner Schönheit. Und dann noch diese billigen Dialoge. Nein, wirklich.

Es tut mir leid, daß man Dir etwas Derartiges angetan hat. Du hast es nicht verdient. Aber in Deiner Größe und Würde stehst Du sicher über all diesem. Bleib weiter die liebenswerte, schöne Perle Westflanderns.

In Ordnung - gute Dialoge im Original
Hayzon (4), 24.05.2008

Der Film hat mich an die Guy-Richie-Filme erinnert. Gute Gangster-Charakter, abgedrehte Handlungen und Verwicklungen. In "Brügge" war es dann aber alles ein bisschen langsamer und streckenweise auch ernsthafter.
Im Original gabs ein paar echt gute/witzige Momente/Dialoge. Das irische und britische Englisch ist ganz gut verständlich - nicht wie bei Trainspotting so schwer. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das alles auf deutsch nicht so besonders wirkt. "Fuck" kann man eben nicht gut auf deutsch übersetzen ;).

Auf nach Brügge!
KoelnerDom (9), 18.05.2008

Ich liebe die gefühlvollen Momente, die außerordentlichen Zwischentöne. Dieser Film schafft es, den brachialen Humor quasi als Surfbrett für eine emotional-meditative Reise zu nutzen. Die Überzeichnungen nerven ein bißchen, gebe ich zu. Aber die schönen, zarten Momente des Films gleichen das aus. Wer lauthals über die oftmals derben Witze lachen kann, hat hier seinen Mords-Spaß! Wer dagegen - wie ich - eine heitere Sichtweise liebt, blickt durch die Figuren hindurch - und sieht die Schönheit... die in uns allen wohnt! Es gibt keinen bösen Menschen. Es gibt nur DEN Menschen mit SEINER Lebensaufgabe. Darauf zielt der Film ab. Und die Handlung? Ist zweitrangig, wenn er EINFACH. ETWAS. bewirken möchte. Durch überraschende Einfälle, die den völlig eigennützigen Lebenszweck haben, das eigene Seelenheil, die Menschlichkeit, zu retten.

Zu abstrakt? Zu abgehoben? Oder gar eine Pulp Fiction-Kopie?

Dazu ist der Film zu intelligent gemacht. Oder auch zu menschlich. Der inflationäre Gebrauch von Scheiß-Dreck-Fuck nutzt sich so lange ab, bis sich die im Film innewohnende Idee herausstellt, daß jeder Mensch etwas abzuarbeiten hat. Und zu gewinnen hat. Sich. Selbst!

Zum Schluß noch einige Worte zum völlig unbedeutenden Filminhalt selbst: totales, superattraktves Macho-Arschloch, mit leichten Gewissensbissen, was den alltäglichen Mißbrauch oder Mißachtung von Mitmenschen angeht - und Todeswünschen, was den eigentlich unverschuldeten zufälligen Unfall mit Tod eines Kindes angeht, verliebt sich. Hat er es verdient? Die Retter warten schon. Ob es sich letztendlich Rettung für ihn gibt, verrate ich ebensowenig wie der Film selbst.

Das eigentlich für einen guten Film zu unkompliziert-platte Gefühl- ja, die Idee, daß ein Mensch durch die Liebe zu retten wäre! Erscheint total romantisch. Aber auch konsequent. Wenn einem Menschen (der, obwohl wie gesagt superattraktiv, es bis zuletzt gefühlsmäßig nicht verdient, weil er emotional noch nicht soweit ist in seiner persönlichen Entwicklung) so viel Gegenliebe entgegenkommt, wie in dem Film, dann KANN er nicht anders, als auch Liebe zu entwickeln. Eine positive Botschaft. Wer den Film wegen dem Scheiß-Dreck-Fuck-Humor angesehen und sich totgelacht hat, hat auch Recht. Und eine zweite Chance, den Film nochmals hintergründiger zu betrachten und zu genießen! Was will man mehr...

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