Gerade habe ich eure Einladung zur Goldenen Hochzeit in dem tollen Hotel erhalten, in dem wir ja auch schon damals meine Kommunion gefeiert haben. Echt krass, dass Opa und du 50 Jahre verheiratet seid! Schade nur, dass Mama und Papa eurem Beispiel nicht mal ansatzweise folgen. Wenigstens reden sie seit dem Auszug von Dad wieder einigermaßen vernünftig miteinander. Seine neue Freundin ist ganz okay, dabei ist Moni ja fast so alt wie ich. Nur dass er sich jetzt die Haare färbt, find´ ich absolut peinlich. Mama spricht momentan noch von einer gemeinsamen „Auszeit“, vielleicht beruhigen sich ja die Gemüter bald wieder.
Ich freue mich jedenfalls auf euer großes Fest und werde auch Daniel mitbringen, den ich im letzten Semester kennengelernt habe. Er kommt aus Köln und studiert Jura. Bald wollen wir zum ersten Mal zwei Wochen gemeinsam in Urlaub fahren. Ich habe ein gutes Gefühl, nachdem die Sache mit Torsten – der blonde Hobby-Musiker, du erinnerst dich vielleicht? – ja leider zum Schluss ziemlich kompliziert wurde.
Was macht eigentlich euer geplanter Umzug in das Seniorenheim in der Friedrichstraße? Hoffentlich überlegt ihr euch es nochmal, denn ich kann mich an den Gedanken, dass ihr das schöne Haus verkaufen wollt, irgendwie nicht gewöhnen. Ich mach´ dir einen Vorschlag: Wartet doch noch zwei Jahre, bis ich mein Studium fertig habe, und dann kümmert sich die frischgebackene Architektin Caroline Schmidt um einen Super-Umbau! Klingt doch nicht schlecht …
Ach übrigens: DANKE für eure großzügige Spende zu meinem Autokauf, der Wagen ist echt klasse. Ich nehme dich und Opa auch gerne mal mit, wenn ihr zum Theater wollt, melde dich einfach bei mir.
So, ich muss gleich los, die nächste Vorlesung wartet.
Liebe Grüße auch an Opa und bis zum Wiedersehen
deine Enkelin Caro
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Als unabhängiges und kostenloses Medium ohne paywall brauchen wir die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie unseren verantwortlichen Journalismus finanziell (einmalig oder monatlich) unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier.

Lohn der Angst
Intro – Nach der Arbeit
Sanktionen schaffen keine Stellen
Teil 1: Leitartikel – Politik und Wirtschaft lassen Arbeitslose oft im Stich
„Eine gewisse Unsicherheit und Versagensängste“
Teil 1: Interview – Experte Matthias Auer über den Arbeitsmarkt für Jung-Akademiker
Der ganze Mensch
Teil 1: Lokale Initiativen – Die GESA Gruppe in Wuppertal hilft bei der Rückkehr ins Arbeitsleben
Erst das Vergnügen
Teil 2: Leitartikel – Industriearbeit ist ein Auslaufmodell
„Das BGE würde eher schaden als nützen“
Teil 2: Interview – Philosoph und Ökonom Birger Priddat über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens
Mehr als Existenzsicherung
Teil 2: Lokale Initiativen – Die Attac-AG „Genug für alle“ aus Bonn
Klassenkampf von oben
Teil 3: Leitartikel – CDU und SPD wenden sich gemeinsam gegen arbeitende Menschen
„Je länger ein Arbeitstag dauert, desto unproduktiver wird er“
Teil 3: Interview – Gewerkschafter Stephan Krull über kürzere Arbeitszeiten und gesellschaftliche Teilhabe
Geschenkte Freizeit
Teil 3: Lokale Initiativen – Die Agentur Wake Up Communications Düsseldorf
Vertrauen durch Bildung
Was tatsächlich gegen Arbeitslosigkeit hilft – Europa-Vorbild Dänemark
Kurz frei
Arbeit schläft nie. Auch ihre Jünger nicht – Glosse
Fehlbilanz
Intro – Mündig
Jedem sein Kreuz
Teil 1: Leitartikel – Über Mündigkeit an der Wahlurne
„Wir empfehlen, das Wahlalter zu senken“
Teil 1: Interview – Demokratieexperte Jonathan Hoffmann über die Wahlbeteiligung von Jugendlichen
Was junge Menschen bewegt
Teil 1: Lokale Initiativen – Filmreihen von Jugendlichen im Medienprojekt Wuppertal
Die unmögliche Schule
Teil 2: Leitartikel – Lernen und Lehren zwischen Takt und Freiheit
„Wirklich Interesse zeigen“
Teil 2: Interview – Pädagogin Inke Hummel über die Beziehung zwischen Jugendlichen und Erwachsenen
Freude am Lernen lernen
Teil 2: Lokale Initiativen – Der Verein In Via Köln und die Motivia-Werkstattschule
Überwachen und Strafen
Teil 3: Leitartikel – Eine gesenkte Strafmündigkeit würde nicht zu mehr Sicherheit führen, sondern zu mehr Kindern und Jugendlichen im Knast.
„Kinder, die Probleme machen, haben in der Regel auch Probleme“
Teil 3: Interview – Kriminologin Nadine Bals über Jugendstrafrecht und Strafmündigkeit
Helfen statt strafen
Teil 3: Lokale Initiativen – Die Evangelische Jugendhilfe Bochum
Machtinteresse
In Österreich wählen bereits 16-Jährige – Europa-Vorbild: Österreich
Die Reifeprüfung
Erst zornig, dann stur. Das Leben des Homo politicus – Glosse
Erschütternd normal
Intro – Gegenwehr