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09.11.2003
Dieses Meisterwerk zeigt glaubwürdig, wie Menschen mit den besten Absichten aufgrund ihres Glaubens (oder aber Wahnvorstellungen?) zu Mördern und Folterern werden können. Das glauben wir aus der Geschichte zu kennen (Hexenwahn, Ketzerverbrennung, Kreuzzüge). Aber dieser Film transponiert ähnliche Ereignisse in unsere Zeit, in unsere bürgerliche Kultur. Das Mittelalter kann jederzeit wieder aufbrechen, da die Menschen die gleichen sind. Provozierend ist, dass der Lauf der Ereignisse den Mördern Recht zu geben scheint...oder ist das alles nur ein dummer Zufall? oder die verzerrte Sichtweise der Mörder? oder vielleicht eine kalkulierte Lüge, um den Zuschauer zu testen oder von allem ein bisschen? Gerade darin zeigt der Film seinen Tiefgang und seine Rafinesse. Die Deutung der Ereignisse ist interpretationsbedürftig. Die Interpretation muss der Zuschauer selbst leisten, was ihn herausfordert, da er seine als gesichert angesehene moralische Position gegen verwirrende Indizien vor sich behaupten muss. Denn die Welt teilt sich nicht von selbst eindeutig in Gut und Böse ein, hierfür bedarf es einer persönlichen Entscheidung des Einzelnen, die behauptet sein will. Ein Film, der auch als Schulfilm geeignet wäre. (Die Altersangabe ab 18 ist indes überzogen. Keiner der wenigen Morde wird gezeigt (ein Ausholen mit der Axt - und Schnitt ist das äußerste).)

„Es geht vor allem um Selbstermächtigung“
Regisseur Markus Schleinzer über „Rose“ – Gespräch zum Film 05/26
Die Hose als Freiheit
NRW-Premiere von „Rose“ im Düsseldorfer Cinema – Foyer 04/26
Spielzimmer für neue Impulse
20-jähriges Jubiläum des Kölner Filmforums – Foyer 04/26
„Kein großes Spektrum an Geschlechtsvielfalt“
Schauspielerin Caro Braun über „Rose“ – Roter Teppich 04/26
„Stromberg hat Relevanz für die heutige Zeit“
Ralf Husmann über „Stromberg – Wieder alles wie immer“ – Gespräch zum Film 12/25
Grenzenlos
10. European Arthouse Cinema Day – Festival 11/25
„Ich wollte mich auf eine Suche nach Kafka begeben“
Regisseurin Agnieszka Holland über „Franz K.“ – Gespräch zum Film 10/25
Nürnberg
Start: 7.5.2026
The North
Start: 21.5.2026
Mother Mary
Start: 21.5.2026
Good Boy – Wir wollen nur dein Bestes
Start: 4.6.2026
Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit
Start: 11.6.2026
Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war
Start: 25.6.2026
The Odyssey
Start: 16.7.2026
Bitteres Fest
Start: 30.7.2026
The End Of Oak Street
Start: 13.8.2026
Frühstück bei Audrey
Start: 10.9.2026
„Es ist vertraut, aber dennoch spannend“
Schauspielerin Barbara Auer über „Miroirs No. 3“ – Roter Teppich 09/25
„Das Leben ist absurd, nicht der Film“
Regisseur Elmar Imanov über „Der Kuss des Grashüpfers“ – Gespräch zum Film 08/25
Hagener Bühne für den Filmnachwuchs
„Eat My Shorts“ in der Stadthalle Hagen – Foyer 11/24
Die ganze Palette Kino
9. European Arthouse Cinema Day – Festival 11/24
Kunst des Nicht-Wegschneidens
„Anna Zeit Land“ im Filmforum – Foyer 10/24
Restitution von Kolonialraubkunst
„Dahomey“ und „The Story of Ne Kuko“ im Filmforum – Foyer 10/24
„Die Geschichte ist jetzt unfassbar aktuell“
Regisseur Andreas Dresen über „In Liebe, Eure Hilde“ – Gespräch zum Film 10/24
Der Sieg des Glaubens
„Führer und Verführer“ im Kölner Odeon mit Regisseur Joachim Lang – Foyer 07/24