Auf der Bühne aber strahlt sie weiter. Und seitdem die Lizenzbedingungen für Bühnen- und Kostümbild erloschen sind, wagt man sich auch schon mal an optisch ungewöhnliche Interpretationen, wie jetzt Regisseur Peter Hailer und seine Kostüm- und Bühnenbildner (Uta Meenen, Ettienne Pluss) am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier.
„Wir lassen uns nicht für dumm verkaufen“, sagt Silke Z. erbost. Das Tischtuch zwischen Freier Tanz-Szene und Kulturamt scheint zerschnitten. Zankapfel ist das Tanzhaus, oder sollte man besser sagen, das Vorspiel zur Idee für ein mögliches Tanzhaus.
Uversa in Orvonton – eine Billion bewohnter Universen. Es ist ein mächtiges Reich, dessen Grundbucheintragungen Sternengesandte einem Irdischen, der bei Chicago wohnte, bis Mitte der Fünfziger im letzten Jahrhundert in die Feder diktierten.
Noch ist Ernst Adolf Steiger nicht in den Geschichtsbüchern verzeichnet. Der kürzlich verstorbene Versicherungsmathematiker zählt zu den großen Unbekannten, dem im Guinnessbuch der Obsessionen ein Platz gebührt. Die ganze Tragik seines Lebens wird aus einer austriakisch-deutschen Spannung heraus verstehbar...
Von Thomas Hirsch Bei aller inflationären Ausstellungsmacherei: Es gibt sie noch, die Wiederentdeckungen in der Kultur, auch in der älteren Kunst. Ein Beispiel dafür ist die prachtvoll inszenierte Ausstellung mit dem Maler Hans von Aachen im Suermondt-Ludwig-Museum. Dass Hans von Aachen (1552-1615) in weiteren Kreisen kaum bekannt ist, mag daran liegen, dass er eigentlich kein Neuerer ist.
Jede Wurst hat zwei Zipfel. Und der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen. Bedächtiges Nicken und ein stummes Genau begleiten gern solche Weisheiten. Doch worum geht es eigentlich?
So schnell hat ein Theater wohl selten reagiert, um aus einem aktuellen Zeitgeschehen ein Musical zu stricken. Kaum ist der „Quelle“-Konzern pleite, gibt es schon eine musikalische Hommage auf das legendäre Versandhaus. In der „Werkstatt“ der Bonner Oper hat Regisseur Jens Kerbel mit „Tausend Wünsche – eine Quelle oder Der Pfennig ist die Seele der Milliarde“ eine Revue eingerichtet...
„Köln ist dabei, einen furchtbaren Fehler zu machen“, protestierte Schauspielchefin Karin Beier am Informationstag zur anstehenden – und jetzt bereits gefällten – Ratsentscheidung in Sachen Sanierung oder Abriss des Kölner Schauspielhauses.
Ob wohl einzelne der Fotografien an beiden Orten zu sehen sind? Während die meisten Ausstellungen mit Bernd und Hilla Becher vornehmlich die strengen Serien mit einzelnen Zweckbauten derselben Funktion zeigen, geht es nun gleich zweimal in NRW um die freieren Aufnahmen mit der Industrielandschaft des Ruhrgebietes: Die Zechen und Hütten sind auf diesen s/w-Fotos in ihre Umgebung eingebunden, als Einblick auch in die Großstruktur ihrer Anlagen. Zugleich vermitteln die Fotografien den Charakter dieser Region. Fotografie erzählt hier wahre Geschichten von Industrialisierung, Strukturwandel und Stilllegung. – Die eine dieser Becher- Ausstellungen findet im Museum Quadrat Bottrop statt, als Beitrag zur Kulturhauptstadt RUHR.2010.
Es gibt zwar „Rundum-Pakete“ zu den Event-Musicals in Hamburg, Stuttgart oder Berlin. Aber auf die Idee, einmal eine Reise zu einem unserer städtischen Musical-Tempel anzubieten, ist noch kein Unternehmen gekommen. Eigentlich schade, denn zurzeit ist z. B. eine Reise nach Kassel für den Musical- Fan ein absolutes Muss. Dort wagt sich nach Hildesheim (1999) erst zum zweiten Mal ein deutsches Theater an die Aufführung eines der „unsterblichen Werke“ des amerikanischen Musik-Theaters: Richard Rodgers und Oscar Hammersteins „South Pacific“. Das zweite Musical nach Gershwins „Of Thee I Sing“, das mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde und das nach seiner Uraufführung 1949 mit 1925 Vorstellungen en Suite bis dahin nur von „Oklahoma“ überboten worden war.

Anfassen statt digitalisieren
Das Festival Urbäng 2026 am Orangerie Theater – Tanz in NRW 10/26
Tödlicher Strudel der Politik
„Tosca“ am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen – Oper in NRW 10/26
Drama im Goldrausch
„Mädchen aus dem goldenen Westen“ am Opernhaus Bonn – Oper in NRW 10/26
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Niki de Saint Phalle im Kunstpalast in Düsseldorf – Kunst in NRW 10/26
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Orgel reloaded
Orgelmixturen 2026 in der Kunst-Station Sankt Peter – Klassik am Rhein 10/26
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Das Festival Multiphonics in Köln – Improvisierte Musik in NRW 10/26
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Kunst der Gegenwart
Jon Rafman im K21 in Düsseldorf – Kunst in NRW 09/26
Genau diese Freiheit braucht die Kunst
Das großartige Barnes Crossing feiert 20-Jähriges – Tanz in NRW 09/26
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Oper Köln kehrt an den Offenbachplatz zurück – Oper in NRW 09/26
Alles Blau
Neue Intendanz am Musiktheater im Revier – Oper in NRW 09/26
Die Erotik des Tanzes
Rafaële Giovanola erhält den Deutschen Tanzpreis – Tanz in NRW 08/26
Konstruktionen der Natur
Bernhard Fuchs in Haus Esters in Krefeld – Kunst in NRW 07/26
Jazz aus Südafrika
Pianist Nduduzo Makhathini mit der WDR Big Band in Köln – Improvisierte Musik in NRW 07/26
Von Hexen und Psychiatern
Sinfoniekonzert „Dämonen“ an drei Orten im Ruhrgebiet – Klassik an der Ruhr 07/26
Von Tod und Teufel
„Walpurgisnacht“ in der Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 07/26
Giftige Hirngespinste
„The blind Owl / Die blinde Eule“ am Theater der Keller – Tanz in NRW 07/26
Die Skyline im Blick
Benjamin Schmid in Düsseldorf – Klassik am Rhein 06/26
Liebe ohne Chancen
„Tancredi“ als queeres Drama an der Kölner Oper – Oper in NRW 06/26
Emotionaler Kraftakt
„Il Trovatore“ an der Düsseldorfer Rheinoper – Oper in NRW 06/26
Klangschlacht
„Verdi Requiem“ an der Essener Philharmonie – Klassik an der Ruhr 06/26
Zäher Überlebenswille
Silke Z über mögliche Fördermittel für Kölns Tanzszene – Tanz in NRW 06/26