engels: Frau Steffens, warum muss das Nichtraucherschutzgesetz novelliert werden?
Barbara Steffens: Wir haben in NRW im Vergleich zu anderen Bundesländern eigentlichen keinen Nichtraucherschutz, sondern nur ein Gesetz, das sich so nennt und derzeit noch viele Ausnahmeregelungen zulässt. Um aber wirklich einen Schutz für Nichtraucherinnen und Nichtraucher gewährleisten zu können, ohne den Wettbewerb zu verzerren, brauchen wir ein konsequentes Gesetz ohne Ausnahmen in der Gastronomie. Deshalb muss das Jetzige verbessert werden.
Misst die Landesregierung nicht mit zweierlei Maß, wenn illegale Drogen partiell legalisiert werden, während Tabak und Alkohol immer mehr zurückgedrängt werden?
Die Landesregierung legalisiert keine Drogen. Deshalb: Nein, wir messen nicht mit zweierlei Maß. Es geht auch nicht darum, Tabak zurückzudrängen, sondern darum, vor Passivrauchen zu schützen. Bezogen auf Alkohol geht es vorrangig darum, dem missbräuchlichen Alkoholkonsum, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken und die Gewalttaten unter Alkoholeinfluss zu reduzieren.
Hilft überhaupt eine Kultur des Verbietens?
Es gibt keine Kultur des Verbietens. Es gibt nur eine Kultur des Schutzes. Alle diejenigen, die heute durch den fehlenden Nichtraucherschutz wegen Asthma, Allergien oder anderer Erkrankungen von Teilen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen sind, und diejenigen, die der Nikotinbelastung nicht ausgesetzt sein wollen, brauchen aber den Schutz des Staates. Rauchen ist weiterhin im Freien, im privaten Bereich und in zugelassenen Raucherräumen erlaubt.
Gibt es ein Recht auf Rausch und Selbstschädigung? Oder ist dieser Gedanke mit pietistischen oder puritanischen Weltbildern, wie sie manchen Grünen nachgesagt werden, unvereinbar?
Ich kenne keine Grünen mit pietistischem oder puritanischem Weltbild. Jeder Mensch muss selber entscheiden, ob und wie er sich selbst schädigt, und vor allem, was ihm Spaß macht. Aber da, wo Selbstschädigung mit Fremdschädigung einhergeht, ist die Grenze überschritten. Sie dürfen auch niemandem gegen seinen Willen ihren Schnaps in sein Glas schütten oder ihm ein paar auf die Nase hauen, weil Boxen ihr Hobby ist.
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Smoke on the water
Nichtraucherschutz vs. Raucherschutz – wer hat recht? - THEMA 04/12 NICHTRAUCHERSCHUTZ
„Es wird keine Ungleichheit mehr geben“
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Heilpraktiker Karl-Otto Franke findet individuelle Wege zum Nichtraucher - Thema 04/12 Nichtraucherschutz
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Teil 2: Lokale Initiativen – Die Attac-AG „Genug für alle“ aus Bonn
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Teil 3: Leitartikel – CDU und SPD wenden sich gemeinsam gegen arbeitende Menschen
„Je länger ein Arbeitstag dauert, desto unproduktiver wird er“
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Geschenkte Freizeit
Teil 3: Lokale Initiativen – Die Agentur Wake Up Communications Düsseldorf
Vertrauen durch Bildung
Was tatsächlich gegen Arbeitslosigkeit hilft – Europa-Vorbild Dänemark
Kurz frei
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Fehlbilanz
Intro – Mündig
Jedem sein Kreuz
Teil 1: Leitartikel – Über Mündigkeit an der Wahlurne
„Wir empfehlen, das Wahlalter zu senken“
Teil 1: Interview – Demokratieexperte Jonathan Hoffmann über die Wahlbeteiligung von Jugendlichen
Was junge Menschen bewegt
Teil 1: Lokale Initiativen – Filmreihen von Jugendlichen im Medienprojekt Wuppertal
Die unmögliche Schule
Teil 2: Leitartikel – Lernen und Lehren zwischen Takt und Freiheit
„Wirklich Interesse zeigen“
Teil 2: Interview – Pädagogin Inke Hummel über die Beziehung zwischen Jugendlichen und Erwachsenen
Freude am Lernen lernen
Teil 2: Lokale Initiativen – Der Verein In Via Köln und die Motivia-Werkstattschule
Überwachen und Strafen
Teil 3: Leitartikel – Eine gesenkte Strafmündigkeit würde nicht zu mehr Sicherheit führen, sondern zu mehr Kindern und Jugendlichen im Knast.
„Kinder, die Probleme machen, haben in der Regel auch Probleme“
Teil 3: Interview – Kriminologin Nadine Bals über Jugendstrafrecht und Strafmündigkeit