engels: Herr Miskou, warum ist Ihr Veranstaltungsort grün?
Christos Miskou: Das eventum haben wir erst vor Kurzem im ehemaligen Orchestersaal der Musikfachhochschule in der Friedrich-Ebert-Straße eröffnet. Wir fanden einen leeren Raum vor und mussten die Einrichtung neu anschaffen. Dadurch bot sich an, den aktuellsten Stand der Technik zu installieren.
Ist die Stromrechnung für Sie ein großer Kostenfaktor?
Ja, deshalb lohnt sich die Anschaffung von stromsparenden Kühlschränken und LEDs zur Beleuchtung. Vergleichbare Lokalitäten in Wuppertal verbrauchen oft über doppelt so viel Strom wie wir.
Gibt es weitere Einsparmöglichkeiten?
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Insofern sind bauliche Veränderungen nur bedingt möglich. Wir heizen über das Fernwärmenetz. Das ist schon eine recht ökologische Energiequelle. Hohe Heizkosten haben wir aber nicht. Bei Veranstaltungen heizt sich der Raum wegen seiner guten Isolierung nach kurzer Zeit durch die Besucher.
Warum sind dann nicht alle Clubs ökologisch so gut aufgestellt?
Bestehende Einrichtungen müssten für eine Umrüstung viel Geld in die Hand nehmen. Das mag zunächst abschrecken, obwohl es sich längerfristig lohnt.
Mit dem Green Club Index sind Sie bundesweit vernetzt. Macht das Sinn?
Wir haben schon einige Events von Firmen hier gehabt, die durch diese Vernetzung auf uns aufmerksam geworden sind. Wir haben dann ein spezielles Bio Food-Buffet angeboten. Wenn eine Veranstaltung gut für die Umwelt ist, darf sie auch schon mal ein paar Euro mehr kosten.
Honorieren auch Ihre Gäste Ihr Engagement?
Unsere Gäste registrieren das in der Regel leider gar nicht. Es wäre schön, wenn der Green Club Indexeinen entsprechenden Button vergeben würde, den man als Betreiber an den Eingang kleben könnte. Das könnte aber auch gut der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband übernehmen.
Haben Sie Wünsche für die Zukunft?
Die Idee des Green Club Indexsollte sich noch viel mehr verbreiten. Bislang gibt es in Nordrhein-Westfalen nur wenige Clubs, die sich an dieser Initiative beteiligen.
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