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Bild: Dorija Parsley

engels 04/18

29. März 2018

April-Thema: Bienenglück

Lässt sich unser grotesk übermotorisiertes Leben nur noch im Rausch ertragen? Das könnte ein Hinweis darauf sein, warum die Wuppertaler Polizei mehr und mehr DrogenkonsumentInnen am Steuer ertappt. Irgendwie muss man die Zeit im Stau doch rumkriegen, und Stau ist ja mittlerweile schier immer und überall. Manche fragen sich vielleicht: Warum Verkehrsregeln einhalten, wenn es die Stadt auch nicht tut? Hält doch der Paragraphenstreit um die Blitzanlage Südstraße-Viehhofstraße an, deren Betriebsgenehmigung angezweifelt wird. Anderen mag der Gedanke gefallen, dass ein rechtswidriger Blitzer Raser ertappt – entgehen sie legitimen Anlagen doch oft genug mittels Warnungen gar übers Radio. Was soll‘s, da sind ja zum Glück noch Schwebebahn und Co. Aber nicht mal darauf muss Verlass sein, wie der Warnstreik des öffentlichen Dienstes gezeigt hat. Allerdings, auch dieser Arbeitskampf nutzt nicht nur den Streikenden, fördert er doch das Entstehen spontaner Übernachtungsmöglichkeiten und Fahrgemeinschaften; ein sozialer Gewinn, sozusagen. Und manchen war ein ruhender ÖPNV sogar Gelegenheit, mal wieder zu Fuß zu gehen und den Blick zu erheben statt in der Bahn überm Smartphone zu erstarren. Unbequem? Keine Zeit dafür? Lassen wir es doch drauf ankommen. Wer weiß, welcher Rausch sich einstellen würde, wenn wir Gehetzten fortan in aller Ruhe zur Arbeit schlurfen würden?

Im Monatsthema BIENENGLÜCK geht es ebenfalls um Freuden, die sich nur zu Fuß und mit genügend Zeit erschließen. Dann steht nämlich außer Frage, dass es sich lohnt, etwas zu tun für die Bewahrung von Artenvielfalt – und sei es auf dem eigenen Balkon. Die Autorin ANJA EDER spricht mit uns über ihre Faszination für Wildbienen, den Abschied von spießigen Gärten und verrät, was Hummeln und Kolibris gemeinsam haben.

Nils Voges und das Kollektiv sputnic inszenieren in der Essener Casa Fritz Langs Klassiker METROPOLIS als Live-Animationsfilm. Die Dystopie um den Konflikt zwischen Mensch und Maschine gerät zu einem schönen Stück Utopie, sagt Peter Ortmann.

Unsere „Nahaufnahme“ zeigt den vom unperfekten Sofortbild faszinierten Fotografen CHRISTIAN HANG. Der Skulpturenpark Waldfrieden widmet sich der Künstlerin CHRISTIANE LÖHR. Ihre Werke aus pflanzlichen Partikeln wie Stängeln und Pollen verdeutlichen zum einen Geometrie als Methode der Natur, zum anderen die Vorbildfunktion, die Natur für unser Leben und Wohnen spielt, stellt Thomas Hirsch fest.

Film des Monats ist Christian Petzolds Drama TRANSIT. Es verlegt die Handlung von Anna Seghers Roman aus dem Zweiten Weltkrieg in die Gegenwart: Ein politischer Flüchtling schlägt sich mit den Ausweispapieren eines Toten durch Frankreich. Mit Hauptdarsteller FRANZ ROGOWSKI sprechen wir über eine zeitlose Geschichte, seine Vorbereitung auf die Rolle und die wahnsinnige Idee, das Leben als Schauspieler zu bestreiten.

Dino Kosjak/Chefredaktion

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