
Alles außer gewöhnlich
Frankreich 2019, Laufzeit: 115 Min., FSK 6
Regie: Eric Toledano, Olivier Nakache
Darsteller: Vincent Cassel, Reda Kateb, Hélène Vincent
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Tragikomisches Drama
Atemlos
„Alles außer gewöhnlich“ von Eric Toledano und Olivier Nakache
Seit zwanzig Jahren stehen die Regisseure Eric Toledano und Olivier Nakache („Ziemlich beste Freunde“) in Kontakt mit zwei Vereinen, die integrativ Autisten betreuen und sich um die soziale und berufliche Wiedereingliederung junger Menschen aus Brennpunkt-Vierteln bemühen. Das Problem: Die Vereine werden von vielen Ärzten geschätzt, besitzen aber keine offizielle Legitimation. Jetzt stricken die Regisseure einen großartigen Spielfilm daraus, der sich an realen Ereignissen orientiert und zum Teil mit echten Sozialarbeitern und Patienten arbeitet.
Im Mittelpunkt stehen die Kollegen Bruno (Vincent Cassel) und Malik (Reda Kateb), die, gelenkt von ihrem Glaube und dem Herzen, rund um die Uhr vom Job gefordert werden, dabei an ihre Grenzen stoßen und zugleich mit jedem neuen Tag Motivation finden. Das Drama nimmt sich dabei auch des Umfeldes an, rückt neben Bruno und Malik auch Patienten, den neuen Praktikanten, Angehörige und Ärzte in den Fokus.
Der Film erwächst zum Statement, ohne sich verkopft zu geben – die Regisseure sind mittlerweile bewährt und reif genug, die Ereignisse mit kleinen Gesten aufzulockern. Nach ihrem erfolgreichen, aber hoffnungslos verklärten „Ziemlich beste Freunde“ gelingt es dem Regie-Duo inzwischen, Emotionen lebensnah zu herauszukitzeln. Ein großartiger kleiner Film!

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