engels: Frau Wilding, ist das Bergische Städtedreieck tot?
Beate Wilding: Nein, mit Sicherheit nicht. Das Städtedreieck hat durch die REGIONALE 2006 einen wichtigen Impuls erhalten, den wir mit der Bergischen Entwicklungsagentur auch künftig fortführen werden. Wir haben uns im zurückliegenden Jahrzehnt eine neue Marke erarbeitet, die zum Beispiel im Bereich des Tourismus dazu beiträgt, die Region attraktiver und bekannter zu machen.
Profitiert Remscheid von der Zusammenarbeit mit Solingen und Wuppertal?
Ja. Ich erinnere an das sehr erfolgreiche Bergische Servicecenter, das für alle drei Städte als Callcenter agiert. Das ist ein nach außen sichtbares Beispiel. Daneben gibt es viele Beispiele, die nicht auf den ersten Blick auffallen, beispielsweise die enge Zusammenarbeit Remscheids mit der Datenverarbeitung Wuppertals. Inzwischen ist die Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsämtern dazugekommen. Das alles dient dazu, als Kommune effizienter und kostengünstiger arbeiten zu können.
Es gibt auch Konkurrenz, zum Beispiel bei der Werbung für neue Industrie- und Gewerbeansiedlungen. Wie kann diese konstruktiv gelebt werden?
Remscheid hat sich immer für eine gemeinsame Bergische Wirtschaftsförderung ausgesprochen, denn nur so können wir dauerhaft als Region gewinnen. Ich werde weiter dafür werben, diesen Schritt zu wagen. Unabhängig hiervon kooperieren die Wirtschaftsförderungen der drei Städte eng und gut miteinander. Ich erinnere hier nur an die Gründung der Bergischen Gesellschaft für Ressourceneffizienz. Auch hier zeigt es sich, wie wichtig es ist, nach außen als Region einheitlich aufzutreten.
Eine Zusammenführung von Wuppertal, Solingen und Remscheid zu einer gemeinsamen Bergischen Großstadt wird es in absehbarer Zeit nicht geben?
Nein, denn wir verstehen uns als Region. Damit haben wir gute Erfahrungen gesammelt. Die Selbstständigkeit unserer Städte – mit ihren unterschiedlichen Identitäten – wird dabei von keinem ernsthaft in Frage gestellt.
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