Aya, Anfang 30, entscheidet sich gegen ihre Verheiratung und für die Emigration von der Elfenbeinküste nach China. Es ist ein Sprung ins kalte Wasser, doch ein Heißgetränk sorgt dafür, dass die Veränderung ihr Leben nachhaltig bereichern wird: In Guangzhou beginnt sie, im Teeladen des Mittvierzigers Cai zu arbeiten; von ihm lässt sie sich in die Feinheiten der traditionellen Teezeremonie einführen. Das wird die Basis für eine behutsame Annäherung – auch wenn ein wunder Punkt in Cais Vergangenheit und die Vorurteile des Umfelds die aufblühenden Gefühle der beiden zu sabotieren drohen. Abderrahmane Sissako, einer der wichtigsten afrikanischen Regisseure der Gegenwart, macht daraus das Liebesdrama „Black Tea“, das sanft, aber nachdrücklich von der Schönheit eines zugewandten interkulturellen Miteinanders erzählt.
Emil Steinberger wächst in einer Familie auf, in der vor allem darüber nachgedacht wird, was die anderen über einen denken. Das ist bedrückend. Bedrückend für die Eltern ist, dass ihr Sohn mit 22 Jahren die Stelle bei der Post kündigt und die Bühne sucht. Erlösung! Jetzt, mit über 90 Jahren, schaut Steinberger mit seiner Frau Niccel zurück aufs Leben und die Karriere. Phil Meyers Doku „Typisch Emil“ liefert ein lebendiges Porträt des Kabarettisten, der liebevoll Spießertum und Pedanterie auf die Schippe nimmt. Zwei anregende Stunden, in denen sich der Humor des Künstlers entfaltet, charmant ergänzt von Kommentar und Archivmaterial. Mit Einblicken in die Kreativprozesse des Künstlers, in Sehnsüchte und Konflikte. Es macht Spaß, die Legende (besser) kennenzulernen. Und mit ihr zu lachen.
Außerdem neu in den Kinos in und um Wuppertal: das Frauendrama „Zikaden“ von Ina Weisse, der neueste Disney-Pixar-Streich „Elio“ von Madeline Sharafian, Domee Shi und Adrian Molinam, der Hongkong-Actioner „The Prosecutor“ von Donnie Yen, der Abenteuerfilm „Wilhelm Tell“ von Nick Hamm, die Tragikomödie „Loyal Friend“ von Scott McGehee und David Siegel und das Zombie-Sequel „28 Years Later“ von Danny Boyle.
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